Elli Kolb und Krystyna Kuhn lesen in Fürth über Krise und neue Kraft


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Literarische Stimmen über Krise, Erinnerung und neue Kraft
Die Lesereihe Auf gute Nachbarschaft – Für ein demokratisches Miteinander bringt am 28. Januar 2027 zwei markante literarische Perspektiven ins Quartiersbüro Spiegelfabrik in Fürth. Unter dem Leitmotiv Held*innenreise – Von der Krise zur Chance lesen Elli Kolb und Krystyna Kuhn aus ihren aktuellen Romanen. Andreas Thamm moderiert den Abend.
Elli Kolb: Eine Heldinnenreise durch Kälte und Veränderung
Elli Kolb stellt ihren gefeierten Debütroman 9 Grad vor, erschienen bei Bastei Lübbe. Im Zentrum steht Josie, deren Freundin Rena schwer erkrankt. Beim Winterschwimmen wagt Josie den Schritt ins eiskalte Wasser und entdeckt dabei eine unerwartete innere Kraft. Der Romantitel verweist auf die Wassertemperatur, bei der die Protagonistin zum ersten Mal ins Wasser steigt.
Kolb verbindet in ihrem Roman Liebesgeschichte, Freundschaft und Selbstfindung mit einer körperlich unmittelbar erfahrbaren Bildsprache. Ihre eigenen Erfahrungen mit dem regelmäßigen Schwimmen in der Pegnitz flossen in die Handlung ein. Die Nürnberger Zeitung würdigte das Buch als berührenden Liebes-, Freundschafts- und Selbstfindungsroman.
Krystyna Kuhn: Familiengeheimnisse und die Macht der Erinnerung
Krystyna Kuhn präsentiert ihren Roman Julitage, der bei Königshausen & Neumann erschienen ist. Die in Lohr am Main lebende Autorin erzählt die Geschichte von Debora Gold und legt ein Familiengeheimnis frei, das bis in die deutsche Nachkriegszeit zurückreicht.
Der Roman führt in literarische Räume des Schweigens, der Erinnerung und der erzählerischen Verantwortung. Kuhn stellt die Frage, was es bedeutet, ein persönliches Schicksal zu erzählen, wenn Vergangenheit und Gegenwart unauflöslich miteinander verbunden bleiben. Damit öffnet sich die Lesung zugleich für einen kulturellen Diskurs über Herkunft, Verdrängung und die Formen familiärer Erinnerung.
Eine Lesung im Zeichen des demokratischen Miteinanders
Die Veranstaltungsreihe des Schriftsteller*innenverbands in ver.di widmet sich zwischenmenschlichen Themen und den Herausforderungen einer pluralen Gesellschaft. Literatur erscheint dabei nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Erfahrungsraum: Sie macht innere Konflikte sichtbar, schafft Nähe und eröffnet Gespräche über unterschiedliche Lebensgeschichten.
Die Lesungs-Atmosphäre im Quartiersbüro Spiegelfabrik verspricht ein konzentriertes literarisches Erlebnis mit Stimme, Sprache und unmittelbarer Autorinnen-Begegnung. Zwei Romane treffen aufeinander, die Krise nicht als Endpunkt, sondern als möglichen Wendepunkt erzählen.
Fazit: Literatur, die Veränderung erfahrbar macht
Besucherinnen und Besucher erwartet ein Abend mit zeitgenössischer Literatur, persönlicher Nähe und gesellschaftlicher Resonanz. Elli Kolbs 9 Grad und Krystyna Kuhns Julitage verbinden emotionale Erzählkraft mit Fragen nach Selbstfindung, Erinnerung und Zusammenhalt. Wer Literatur als lebendige Begegnung erleben möchte, findet hier einen eindringlichen Anlass zum Zuhören und Nachdenken.
Offizielle Kanäle von Elli Kolb und Krystyna Kuhn:
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