Pauline Füg und Ulrike Schäfer lesen in Fürth über eine Welt im Wandel

Event: Lesereihe: Auf gute Nachbarschaft – Für ein demokratisches Miteinander in Quartiersbüro Spiegelfabrik, Lange Straße 53, 90762 Fürth on 7. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

7. Oktober 2026 19:00 Uhr

Künstler

Veranstaltungsort

Spiegelfabrik Baugenossenschaft eG
Lange Str. 53, 90762 Fürth, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

Literatur & Lesungen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

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Wenn sich die Welt verschiebt: Literatur zwischen Gegenwart und gesellschaftlichem Wandel

Am 7. Oktober 2026 begegnen sich Pauline Füg und Ulrike Schäfer im Quartiersbüro Spiegelfabrik in Fürth zu einer besonderen Lesung über die feinen Erschütterungen unserer Gegenwart. Unter dem Titel Die Verschiebung der Welt führt die Veranstaltung der Lesereihe Auf gute Nachbarschaft – Für ein demokratisches Miteinander zwei unterschiedliche literarische Stimmen zusammen.

Poetische Glitches und die Sprache einer verunsicherten Zeit

Pauline Füg nähert sich der Gegenwart aus der Perspektive der Bühnenpoesie. Aus ihrem entstehenden Lyrikband system; glitch bringt sie Gedichte mit, in denen die Welt als gestörtes System lesbar wird. Zwischen Matcha Latte und Weltuntergang, Algorithmen und Sprachlosigkeit beginnt die Sprache selbst zu flimmern. Ihre Texte verbinden lyrische Präzision mit gesprochenem Rhythmus und machen die Lesungs-Atmosphäre zu einem unmittelbaren literarischen Erlebnis.

Füg zählt zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Die Autorin, Diplom-Psychologin und Dozentin wurde unter anderem mit dem Förderpreis der Literaturstiftung Bayern, dem Kulturpreis Bayern und dem Kulturförderpreis der Stadt Würzburg ausgezeichnet. Ihre Sprachkunst bewegt sich zwischen Lyrik, Spoken Word, Performance und kulturellem Diskurs.

Erzählungen über persönliche und gesellschaftliche Kipppunkte

Ulrike Schäfer liest Kurzgeschichten aus ihrem aktuellen Erzählband Schmaler Grat, erschienen im Alfred Kröner Verlag. Ihre Prosa beobachtet Figuren in Momenten, in denen vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten. Persönliche Entscheidungen, soziale Spannungen und gesellschaftliche Umbrüche verdichten sich zu Erzählungen von großer psychologischer Genauigkeit.

Schäfer schreibt Prosa, Theaterstücke und Lyrik. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Würth-Literaturpreis, der Leonhard-Frank-Preis für Dramatik und ein Literaturstipendium des Freistaats Bayern. Ihr Stil verbindet genaue Beobachtung mit feinen Brüchen, Überzeichnung und einer leisen Ironie. Dadurch entsteht eine narrative Spannung, die nicht auf große Gesten angewiesen ist, sondern aus der Verschiebung des scheinbar Alltäglichen lebt.

Literatur als Gespräch über das demokratische Miteinander

Die Lesung stellt nicht nur zwei aktuelle literarische Arbeiten vor, sondern öffnet einen Raum für den kulturellen Austausch. Wenn Sprache auf Nachrichten, Erinnerung und gesellschaftliche Veränderung trifft, wird Literatur zur Form des gemeinsamen Nachdenkens. Die Veranstaltung nimmt damit den Leitgedanken der Lesereihe ernst: Nachbarschaft entsteht dort, wo Menschen einander zuhören und unterschiedliche Perspektiven aushalten.

Moderiert wird der Abend von Philip Krömer. Die Kombination aus Lyrik, Erzählprosa und moderiertem Gespräch verspricht eine abwechslungsreiche Dramaturgie. Stimmen, Pausen und sprachliche Nuancen entfalten in der intimen Atmosphäre des Quartiersbüros eine eigene Wirkung.

Fazit: Zwei Stimmen, ein Abend der literarischen Bewegung

Besucherinnen und Besucher erwartet eine konzentrierte Autorinnen-Begegnung über Gegenwart, Sprache und die Fragilität gesellschaftlicher Gewissheiten. Pauline Füg und Ulrike Schäfer zeigen, wie unterschiedlich Literatur auf eine Welt im Wandel reagieren kann. Wer zeitgenössische Lyrik, erzählerische Sprachkunst und den offenen kulturellen Diskurs schätzt, erlebt in Fürth einen Abend mit literarischer Nähe und nachhaltigem Nachhall.

Offizielle Kanäle von Pauline Füg und Ulrike Schäfer:

Quellen:

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