The Old Oak im Babylon Fürth: Kino über Menschlichkeit und Zusammenhalt


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Ein Pub als letzte Bühne der Menschlichkeit
Am 14. März 2027 wird das Babylon Kino am Stadtpark in Fürth zum Schauplatz eines eindringlichen Kinoerlebnisses: The Old Oak, der möglicherweise letzte Spielfilm des britischen Regisseurs Ken Loach, erzählt von Verlust, Ausgrenzung und der Kraft gemeinsamer Solidarität.
Ein Dorf zwischen Vergangenheit und Zukunft
Im Nordosten Englands liegt ein ehemaliges Grubendorf, dessen Zechen geschlossen sind und dessen Häuser zunehmend leer stehen. Der Pub The Old Oak bleibt als letzter öffentlicher Treffpunkt bestehen. Sein Wirt TJ Ballantyne kämpft nicht nur um den Fortbestand seines Lokals, sondern auch gegen die Resignation einer Gemeinschaft, die ihren sozialen Zusammenhalt verloren hat.
Begegnung mit Yara
Als syrische Geflüchtete in das Dorf kommen, schlägt ihnen Ablehnung entgegen. Zwischen TJ und der jungen Syrerin Yara entwickelt sich dennoch eine vorsichtige Freundschaft. Aus dieser Begegnung erwächst die Idee, den Pub erneut in einen Ort des Austauschs zu verwandeln. Die Dramaturgie führt dabei von Misstrauen und Wut zu einem fragilen, aber hoffnungsvollen Miteinander.
Ken Loachs sozialrealistische Filmsprache
Ken Loach verbindet präzise Beobachtung mit einer klaren politischen Haltung. Gemeinsam mit Drehbuchautor Paul Laverty richtet er den Blick auf Armut, gesellschaftliche Spaltung und die Frage, wie Solidarität unter schwierigen Bedingungen entstehen kann. Die Inszenierung bleibt lebensnah und konzentriert sich auf Figuren, deren Gesten, Blicke und Gespräche die soziale Spannung unmittelbar spürbar machen.
Ein bewegendes Vermächtnis
The Old Oak feierte seine Premiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und erhielt unter anderem Publikumspreise bei den Filmfestivals in Locarno, Gent und Valladolid. Kritische Stimmen würdigten den Film als humanistisches, emotionales Plädoyer für Mitgefühl, sahen in seiner deutlichen Botschaft jedoch auch eine bewusst direkte Erzählweise.
Fazit: Kino als gemeinsamer Denkraum
Das Publikum erwartet kein leichtes Wohlfühlkino, sondern ein intensives Bühnenerlebnis im dunklen Kinosaal: eine sozialrealistische Inszenierung, starke Schauspielkunst und eine Geschichte, die nach dem Abspann weiterarbeitet. Wer Kino als Ort gemeinsamer Reflexion und menschlicher Nähe erlebt, findet in Fürth einen besonders eindringlichen Nachmittag.
Offizielle Kanäle von Ken Loach:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden










