Momo in der Kofferfabrik: Michael Endes Klassiker berührt Fürth


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Momo in der Kofferfabrik: Ein Theaterabend über Zeit, Freundschaft und das Leuchten des Augenblicks
Michael Endes Momo gehört zu jenen Stoffen, die auf der Bühne ihre eigentliche Kraft entfalten: als poetische Warnung vor einer Welt, in der Zeit zur Ware wird und Aufmerksamkeit zur Mangelware. In der Kofferfabrik Fürth bringt die Döringsche Theaterwerkstatt diese Geschichte am 12. Juni 2026 um 19:30 Uhr als lebendiges Bühnenerlebnis auf die Bühne – mit einem Ensemble, das die fantastische Vorlage nicht illustriert, sondern atmosphärisch öffnet.
Ein Klassiker mit gegenwärtiger Sprengkraft
Die Handlung wirkt vertraut und trifft doch mitten ins Jetzt: Momo lebt in den Ruinen eines Amphitheaters, hört den Menschen zu und hält ihnen damit einen seltenen Spiegel vor. Wenn die grauen Herren erscheinen, verdichtet sich der Abend zu einer Parabel über Zeitdruck, Fremdbestimmung und den Verlust jener stillen Momente, aus denen Nähe entsteht. Gerade diese Verbindung aus Märchen, Gesellschaftskritik und emotionaler Klarheit macht den Stoff bis heute so stark.
Regie, Spiel und die Kunst des konzentrierten Erzählens
Mit Samantha Lerch in der Regie und Antje Naumann für die Technik setzt die Produktion auf präzise Theateratmosphäre statt Überwältigung. Die Döringsche Theaterwerkstatt steht für eine handschriftlich geprägte Inszenierung, in der Schauspielkunst und Dramaturgie eng zusammenfinden. So kann Endes Fantasiewelt mit einfachen, wirkungsvollen Mitteln große Bilder erzeugen: ein Blick, ein Lichtwechsel, eine Stimme, und schon öffnet sich der Raum zwischen Kindheit und Welterkenntnis.
Kofferfabrik als passende Spielstätte
Die Kofferfabrik in der Lange Straße 81 ist seit Jahren ein markanter Ort der Fürther Subkultur. Das historische Fabrikgebäude, die intime Raumwirkung und die Nähe zum Publikum schaffen ideale Bedingungen für Theaterabende, die nicht auf Distanz setzen, sondern Begegnung suchen. Mit Platz für bis zu 160 Personen und einer bewusst unkonventionellen Umgebung entsteht hier ein Rahmen, der Momo zusätzliche Unmittelbarkeit verleiht.
Für wen sich dieser Abend besonders lohnt
Empfohlen ist die Aufführung für Besucherinnen und Besucher ab 12 Jahren, die poetisches Theater, phantasievolle Bilder und erzählerische Tiefe schätzen. Wer Michael Endes Roman liebt, entdeckt neue Zwischentöne. Wer den Stoff noch nicht kennt, erlebt eine berührende Geschichte über Freundschaft, Aufmerksamkeit und die stille Würde des Zuhörens.
Fazit
Momo in der Kofferfabrik verspricht einen klugen, warmherzigen und zugleich nachdenklichen Theaterabend, der lange nachklingt. Zwischen Märchenzauber und Gegenwartsbezug entsteht ein Bühnenerlebnis, das zum Innehalten einlädt. Wer Theater nicht nur sehen, sondern spüren möchte, sollte sich diesen Termin vormerken und live dabei sein.
Offizielle Kanäle von Döringsche Theaterwerkstatt:
- Instagram: https://instagram.com/kofferfabrik
- Facebook: https://facebook.com/kofferfabrik
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.doeringsche-theaterwerkstatt.de/










