Heimsuchung im Kulturforum Fürth: Ein Live-Hörspiel voller Geschichte und Klang


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Heimsuchung im Kulturforum Fürth: Ein akustisches Theatererlebnis über Erinnerung, Verlust und Geschichte
Mit Heimsuchung rückt im Kulturforum Fürth ein Live-Hörspiel auf die Bühne, das Literatur, Schauspielkunst und Klangraum zu einem dichten Bühnenerlebnis verschmilzt. Jenny Erpenbecks Roman erzählt von einem Haus am märkischen See, in dem sich ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte spiegelt - von den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart.
Ein Haus als Chronist der Zeit
Die Inszenierung entfaltet ihre Kraft aus der präzisen Dramaturgie des Romans: Menschen kommen, gehen, verlieren Besitz, Heimat und Gewissheiten. Der Architekt, der in den Westen flieht. Der jüdische Tuchhändler, dessen Eigentum ausgelöscht wird. Die Schriftstellerin, die die Umwälzungen der DDR im eigenen Garten beobachtet. Aus diesen biografischen Splittern entsteht ein vielschichtiges Theaterstück über historische Brüche und private Schicksale.
Klang, Stille und die Poetik des Hörspiels
Als Live-Hörspiel setzt Heimsuchung nicht auf spektakuläre Bilder, sondern auf die Suggestivkraft der Sprache, auf Geräusche, Stimmen und akustische Räume. Das Rauschen des Sees, die Monologe der Bewohnerinnen und Bewohner und die Atmosphäre des Hauses formen ein intensives Hörtheater, das Erinnerungen nicht illustriert, sondern hörbar macht. Gerade darin liegt die besondere Theateratmosphäre dieses Abends.
Jenny Erpenbecks Roman auf der Bühne
Der 2008 erschienene Roman gilt als eines der prägenden Werke der Gegenwartsliteratur und wird auf deutschen Bühnen immer wieder als anspruchsvolle Romanadaption verhandelt. Die Pressestimmen betonen regelmäßig die Herausforderung, Erpenbecks poetische Sprache in eine szenische Form zu überführen - und zugleich die große Wirkung, wenn das gelingt. In Fürth trifft dieser Stoff auf einen Ort, der mit seiner offenen, klangstarken Raumwirkung ideale Voraussetzungen für ein konzentriertes Hörerlebnis bietet.
Das Kulturforum Fürth als Spielort
Das Kulturforum Fürth verbindet historische Architektur mit moderner Veranstaltungstechnik. Die Große Halle fasst bis zu 300 Personen und schafft mit Sandstein, Stahl und Holz eine markante Kulisse für kulturelle Veranstaltungen. Barrierefreier Zugang ist über Rampe und Aufzug gegeben, außerdem steht eine behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Das nahe Parkhaus der Stadthalle sowie die U-Bahn-Haltestelle Stadthalle erleichtern die Anreise.
Fazit: Ein Abend für alle, die Theater als Erinnerungsraum erleben wollen
Heimsuchung verspricht in Fürth einen konzentrierten Abend voller literarischer Wucht, akustischer Feinzeichnung und historischer Tiefe. Wer sich für Theater, Gegenwartsliteratur und kluge Romanadaptionen interessiert, erlebt hier ein eindringliches Bühnenerlebnis, das lange nachhallt. Ein Termin für alle, die Geschichte nicht nur verstehen, sondern auf der Bühne spüren wollen.
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- Website: http://www.kulturforum-fuerth.de










