Zwischen Terminator und Taschenrechner: KI kritisch verstehen in Fürth


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Künstliche Intelligenz zwischen Science-Fiction und Arbeitswelt
Am Donnerstag, 10. Dezember 2026, lädt die vhs Fürth zu einem pointierten Vortrag über künstliche Intelligenz im Zeitalter ihrer ökonomischen Nutzbarkeit ein. Unter dem Titel Zwischen Terminator und Taschenrechner beleuchtet Dr. Peter Schadt, wie KI entsteht, wem sie dient und welche menschlichen sowie wirtschaftlichen Strukturen hinter der Technologie stehen.
Ein Blick hinter den Mythos künstlicher Intelligenz
Die Veranstaltung rückt die vertrauten Bilder autonomer Maschinen und allmächtiger Algorithmen zurecht. Im Mittelpunkt steht die Frage, was an künstlicher Intelligenz tatsächlich künstlich ist. Rohstoffe werden von Menschen gewonnen, Trainingsdaten entstehen durch menschliche Arbeit und über den Einsatz der Systeme entscheiden Vorstände, Beschäftigte und staatliche Institutionen.
So verbindet der Vortrag gesellschaftliche Analyse mit wirtschaftspolitischen Fragen. Die Veranstaltung ordnet aktuelle Debatten über Digitalisierung, Automatisierung, Plattformökonomie und die Zukunft der Arbeit ein.
Vom Terminator zur ökonomischen Realität
Der Titel spielt bewusst mit dem Kontrast zwischen Science-Fiction und Alltagstechnologie. Während der Terminator für autonome Bedrohung steht, wirkt der Taschenrechner als vertrautes Werkzeug. Dr. Peter Schadt untersucht, wie solche Bilder die öffentliche Wahrnehmung prägen und welche Interessen hinter dem Einsatz von KI in Unternehmen und Behörden stehen.
Besonders relevant ist der Blick auf die materielle Grundlage digitaler Systeme: von Rohstoffen und globalen Lieferketten über Klickarbeit beim Trainieren von Programmen bis zu den Konzernen im Silicon Valley. Dadurch erhält das Veranstaltungserlebnis eine klare gesellschafts- und arbeitsweltliche Perspektive.
Fachwissen aus Digitalisierung und Arbeitswelt
Dr. Peter Schadt ist Sozialwissenschaftler, Gewerkschaftssekretär beim Deutschen Gewerkschaftsbund und Projektleiter an der FAU Erlangen-Nürnberg zur Digitalisierung der Arbeitswelt. 2021 promovierte er an der Universität Duisburg-Essen zur Digitalisierung der deutschen Automobilindustrie. Außerdem lehrt er unter anderem an den Universitäten Stuttgart und Esslingen.
Mit seiner fachlichen Erfahrung verbindet Schadt wissenschaftliche Einordnung, politische Analyse und konkrete Fragen des Eventthemas. Die Kooperation mit dem ver.di-Ortsverein Fürth Stadt und Land unterstreicht den Bezug zur Arbeitswelt und zur gesellschaftlichen Diskussion über technologische Veränderungen.
Vortrag in der vhs Fürth
Der Vortrag findet von 19:00 bis 20:30 Uhr im Raum E.4 der vhs Fürth in der Hirschenstraße 27/29 statt. Die kompakte Veranstaltungsdauer bietet Raum für konzentrierte Impulse und eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, das Unternehmen, Beschäftigte, Politik und Gesellschaft gleichermaßen betrifft.
Der Eintritt kostet 3 Euro. Für Gewerkschaftsmitglieder ist der Vortrag kostenfrei; ein aktueller Nachweis der Gewerkschaftszugehörigkeit ist mitzubringen. Eine Anmeldung ist über die vhs Fürth möglich.
Fazit: KI verstehen statt nur bestaunen
Besucherinnen und Besucher erwartet kein weiterer Technik-Hype, sondern eine kritisch informierte Auseinandersetzung mit den ökonomischen und sozialen Grundlagen künstlicher Intelligenz. Wer die Diskussion über Digitalisierung, Automatisierung und Arbeit fundierter verstehen möchte, erlebt in Fürth einen anregenden Abend mit klaren Fragen und gesellschaftlicher Relevanz.
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