Lars-Broder Keil stellt Leopold Ullstein im Jüdischen Museum Franken vor


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Leopold Ullstein: Ein Fürther verändert die Mediengeschichte
Am 11. April 2027 lädt das Jüdische Museum Franken in Fürth zu einer Buchvorstellung über Leopold Ullstein ein. Lars-Broder Keil stellt seine Biografie Leopold Ullstein – Liberaler und Medienrevolutionär vor und eröffnet den Blick auf eine Persönlichkeit, die Journalismus, Unternehmertum und liberal-demokratisches Denken miteinander verband.
Vom Papierhandel zum Medienimperium
Leopold Ullstein wurde 1826 in Fürth als Sohn einer jüdischen Papierhändlerfamilie geboren. Erst im Alter von 50 Jahren stieg er in das Zeitungsgeschäft ein. Mit strategischem Geschick, unternehmerischer Konsequenz und einem ausgeprägten Gespür für publizistische Qualität entwickelte er in Berlin einen Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlag, der die deutsche Medienlandschaft nachhaltig prägte.
Journalismus als liberale Kraft
Ullstein steht nicht nur für wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für einen selbstbewussten, kritischen Journalismus. Seine Publikationen bezogen Stellung zu politischen Entwicklungen und gerieten unter anderem wegen ihrer Kritik an der Politik Otto von Bismarcks unter Druck. Als liberaler und sozial engagierter Demokrat wirkte Ullstein zudem im Berliner Stadtparlament mit.
Eine moderne Unternehmerpersönlichkeit
Besonders bemerkenswert erscheint Ullsteins frühe Einbindung seiner fünf Söhne in die Verantwortung des Unternehmens. Er übertrug ihnen konkrete Aufgaben und setzte auf Austausch und Kooperation. Diese Führungsentscheidung verweist auf ein modernes Verständnis von Familienunternehmen und Medienorganisation, das weit über das 19. Jahrhundert hinausweist.
Lars-Broder Keil und die Wiederentdeckung einer prägenden Figur
Lars-Broder Keil arbeitet seit 1989 als Journalist und Buchautor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Er leitete das Unternehmensarchiv von Axel Springer und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit zeit-, medien- und literaturhistorischen Themen. Seine im Hentrich & Hentrich Verlag erschienene Publikation gehört zur Reihe Jüdische Miniaturen und zeichnet Ullstein als prägende Figur der deutschen Presse- und Verlagsgeschichte nach.
Lesungs-Atmosphäre im Jüdischen Museum Franken
Die Buchvorstellung verbindet historische Recherche mit unmittelbarer Autor-Begegnung. In der intimen Atmosphäre des Museums entsteht ein literarisches Erlebnis, das die Geschichte jüdischen Unternehmertums, die Entwicklung des modernen Journalismus und die kulturelle Bedeutung Fürths miteinander verknüpft. Sprache, Stimme und historische Narrative machen die Lesung zu einer Einladung, Mediengeschichte nicht abstrakt, sondern als lebendige Biografie zu erfahren.
Fazit: Mediengeschichte live erleben
Besucherinnen und Besucher erwartet eine kenntnisreiche Lesung über einen Fürther, dessen Name bis heute mit publizistischer Innovation verbunden ist. Wer sich für Literatur, jüdische Geschichte, Journalismus und den kulturellen Wandel des 19. Jahrhunderts interessiert, erlebt im Jüdischen Museum Franken eine eindrucksvolle Autor-Begegnung. Die Buchvorstellung bietet Gelegenheit, Leopold Ullsteins liberales Erbe neu zu entdecken und die historische Entwicklung der Medien aus nächster Nähe zu verstehen.
Offizielle Kanäle von Lars-Broder Keil:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
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- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://www.hentrichhentrich.de/de/programm/produkt/leopold_ullstein










