Lamento für Rosa: Frederick Stocken verbindet Klaviermusik und Erinnerung in Fürth


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Ein Klavierkonzert als musikalische Spurensuche
Am Sonntag, dem 8. November 2026, verwandelt sich das Jüdische Museum Franken in Fürth in einen Ort des Erinnerns: Bei der Matinee Lamento für Rosa verbindet der britische Komponist und Organist Frederick Stocken sein Klavierwerk mit der Geschichte seiner Familie. Christopher Skelton Foord begleitet das Konzert im Rahmen des Gedenkens an die Pogromnacht vom 9. November 1938.
Zwischen Klaviertasten und Familiengeschichte
Im Zentrum steht ein eindringliches Lamento, das ursprünglich für Streicher komponiert wurde. Das Werk ist Stockens Großmutter Rosa Bechhöfer gewidmet, die mit ihren Schwestern in der Hirschenstraße in Fürth lebte und nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Die Musik öffnet einen sensiblen Raum zwischen Verlust, Erinnerung und Wiederentdeckung.
Eine Erinnerungsmatinee im Jüdischen Museum Franken
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Die Frauen der Hirschenstraße statt. Frederick Stocken stellt sein Werk am Klavier vor und verbindet musikalische Orchestrierung, persönliche Familienbiografie und historische Einordnung zu einem besonderen Konzerterlebnis. Die ruhige Akustik des Museums schafft dabei eine konzentrierte Atmosphäre, in der jeder Klang unmittelbare Wirkung entfaltet.
Musik, die Geschichte hörbar macht
Mit seinem klaren musikalischen Konzept führt Stocken das Publikum durch eine persönliche Spurensuche. Das Klavier wird zum Resonanzraum für Trauer und Erinnerung, während die Bühnenperformance den biografischen Hintergrund des Stücks unmittelbar erfahrbar macht. Die Matinee richtet den Blick auf jüdisches Leben in Fürth und auf die Verantwortung, Geschichte lebendig zu halten.
Fazit: Ein Konzert der leisen, nachhaltigen Töne
Lamento für Rosa erwartet die Besucherinnen und Besucher als einstündige Erinnerungsmatinee mit Klaviermusik, historischer Reflexion und intensiver Live-Atmosphäre. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung per E-Mail wird empfohlen. Wer Musik als verbindende Sprache zwischen Vergangenheit und Gegenwart erleben möchte, sollte diesen besonderen Vormittag im Jüdischen Museum Franken live miterleben.
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