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Abstiegskampf in der 2. Bundesliga

Greuther Fürth vor schwerem Auswärtsspiel in Berlin: Jetzt zählt jeder Punkt

Für die SpVgg Greuther Fürth beginnt der Saisonendspurt in maximaler Anspannung. Nach 32 Spieltagen steht das Kleeblatt mit 34 Punkten auf Rang 17 der 2. Bundesliga – und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC ist entsprechend klar: Jeder Zähler kann über den Verbleib in der Liga entscheiden.

Fürth steht vor den letzten Spielen unter Druck

Die Bilanz nach 32 Partien (9 Siege, 7 Unentschieden, 16 Niederlagen) und das Torverhältnis von 45:66 (Tordifferenz –21) zeigen, warum Fürth in den letzten Wochen unter Zugzwang geraten ist. Vor allem die negative Tordifferenz ist im Tabellenkeller ein zusätzlicher Risikofaktor: Wenn Teams am Ende punktgleich sind, können die festgelegten Tie-Breaker-Kriterien den Ausschlag geben – und dann wiegt jedes Gegentor doppelt.

Besonders brisant: Fortuna Düsseldorf wird mit ebenfalls 34 Punkten auf Platz 16 geführt. Dieser Rang ist nicht „gerettet“, sondern typischerweise der Platz, der am Saisonende in die Relegation führt, während Platz 17 direkt zum Abstieg zählt. Für Fürth geht es damit nicht nur um Punkte, sondern auch darum, den Sprung über die Linie zu schaffen – mindestens auf den Relegationsrang.

Die Formkurve gibt keine klare Entwarnung

Die jüngsten fünf Ligaspiele spiegeln die Schwankungen wider: ein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Auf das 0:2 gegen den SC Paderborn 07 folgte ein 0:0 bei SC Preußen Münster. Danach gewann Fürth zuhause 3:2 gegen den SV Darmstadt 98, verlor 1:2 beim VfL Bochum und kam zuletzt im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg zu einem 1:1.

Die Serie zeigt: Fürth ist konkurrenzfähig und kann punkten, aber die Ergebnisse kommen bislang nicht stabil genug, um sich nachhaltig aus der Abstiegszone zu lösen. Umso wichtiger wird, auswärts auch dann etwas mitzunehmen, wenn spielerisch nicht alles gelingt.

Ein Blick auf einzelne Saison-Ausschläge unterstreicht dieses Bild: Der höchste Heimsieg war ein 2:0 gegen SV 07 Elversberg, auswärts gelang ein 3:1 bei Arminia Bielefeld. Gleichzeitig gab es Spiele, in denen Fürth trotz eigener Offensivleistung verwundbar blieb – besonders die beiden 4:5-Partien gegen den 1. FC Magdeburg, in denen jeweils neun Tore fielen. Solche Spiele passen zu einer Saison, in der Fürth vorne immer wieder Lösungen findet, hinten aber zu oft offen ist.

In Berlin wartet ein Gegner aus dem oberen Tabellenmittelfeld

Am Sonntag, 10. Mai 2026, tritt Fürth um 13.30 Uhr bei Hertha BSC an. Die Berliner gehen mit 48 Punkten als Siebter in den 33. Spieltag und haben damit eine deutlich komfortablere Ausgangslage. Auch die Eckdaten der Hertha-Saison (13 Siege, 9 Unentschieden, 10 Niederlagen; 44:37 Tore; Tordifferenz +7) sprechen für ein Team, das im Schnitt deutlich weniger Fehler verzeiht als die Kellerkonkurrenz.

Für Fürth ist die Aufgabe damit klar umrissen: Ein Punktgewinn in Berlin würde im Abstiegskampf sofort helfen, weil er den Druck für das Saisonfinale senkt – und weil er verhindern kann, dass die Konkurrenz die Situation am Tabellenende weiter zuspitzt.

Unmittelbar danach folgt am 17. Mai (15.30 Uhr) das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Dieses Duell hat das Potenzial, zu einem direkten Entscheidungsspiel um Platz 16 zu werden. Umso wertvoller wäre jedes zusätzliche Polster, das Fürth vorher aufbaut – nicht nur in Punkten, sondern auch im Gefühl, aus eigener Kraft wieder Kontrolle über den Ausgang der Saison zu gewinnen.

Häufig gestellte Fragen

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