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Public Viewing in Fürth abgesagt

Fürth sagt WM-Public-Viewing auf der Freiheit ab

Das geplante Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf der Fürther Freiheit findet nicht statt. Die Comödie Fürth, die als Veranstalter in der Stadt regelmäßig Großformate wie das Fürth Festival organisiert, hat die Planungen nach Gesprächen mit den Ordnungsbehörden zurückgezogen. Ausschlaggebend war aus Sicht der Verantwortlichen nicht die Machbarkeit an sich, sondern das Risiko konkreter Klagen aus der Nachbarschaft.

Eigentlich sollte ab dem Achtelfinale ein WM-Biergarten mit Großbildleinwand auf dem zentralen Platz entstehen. Gezeigt werden sollten die Spiele der deutschen Nationalmannschaft – kostenfrei und unter freiem Himmel. Nun ist das Vorhaben abgesagt.

Angst vor Klagen stoppt die Planungen

Nach Angaben der Organisatoren hatten einzelne Anwohner angekündigt, rechtlich gegen die Veranstaltung vorzugehen. Organisator Marcel Gasde sagte: „Wir sind sehr enttäuscht“.

Dabei sei es letztlich um höchstens vier Partien gegangen. Trotzdem war die Vorbereitung nach Darstellung der Comödie bereits weit fortgeschritten: Technik, Sicherheitskonzept und Gastronomie seien organisiert, Verträge mit Partnern unterschrieben gewesen. „Diese müssen nun leider rückabgewickelt werden“, erklärte Gasde. Zugleich verwies er darauf, dass Public-Viewing-Angebote in Fürth in der Vergangenheit gut angenommen worden seien und es dabei keine Zwischenfälle gegeben habe.

Warum der rechtliche Rahmen am Ende nicht genügte

Auf Bundesebene sollte eine befristete Sonderverordnung für die WM 2026 eigentlich Erleichterungen bringen: Sie ermöglicht Ausnahmen vom Lärmschutz, damit Übertragungen – je nach Anstoßzeiten in Nordamerika – auch später am Abend oder in der Nacht stattfinden können. Entscheidend bleibt jedoch die Einzelfallentscheidung vor Ort. Behörden müssen abwägen, wie stark das öffentliche Interesse an einer Übertragung wiegt und wie das Ruhebedürfnis der Anwohnerschaft geschützt wird.

Genau in dieser Abwägung sah die Comödie ein praktisches Risiko: Selbst wenn eine Genehmigung möglich gewesen wäre, könne es bei gerichtlichen Eilverfahren schnell zu Auflagen oder einem vorläufigen Stopp kommen. Gasde äußerte die Sorge, Verwaltungsgerichte könnten Einwänden einzelner Anwohner zunächst stattgeben. Einen Rechtsstreit wolle und könne man nicht führen.

Die Absage zeigt damit, wie begrenzt die Planbarkeit trotz bundesweiter Ausnahmeregeln bleibt: Sie öffnen Spielräume, garantieren aber keine rechtssichere Durchführung – vor allem dann nicht, wenn in direkter Nachbarschaft Widerstand angekündigt ist.

Fürth Festival auf der Freiheit findet wie geplant statt

Von der Entscheidung unberührt ist das Fürth Festival, das vom 10. bis 12. Juli auf der Freiheit stattfinden soll. Die Comödie organisiert die drei Festivaltage.

Auf dem Programm stehen unter anderem:

  • Gnadenlos Grand Prix am Freitag
  • Konzerte am Samstag
  • Auftritte von Volker Heißmann und Martin Rassau am Sonntag

Die Absage betrifft damit ausschließlich das geplante WM-Public-Viewing-Format auf der Freiheit, nicht die übrigen Sommerveranstaltungen an diesem Ort.

Häufig gestellte Fragen

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