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Abstiegskampf spitzt sich dramatisch zu

Fürth vor dem letzten Spieltag: Nach 1:2 bei Hertha zählt gegen Düsseldorf nur noch ein klarer Sieg

Die 1:2-Niederlage bei Hertha BSC hat die Lage der SpVgg Greuther Fürth im Tabellenkeller weiter zugespitzt. Besonders schmerzhaft aus Sicht des Kleeblatts: Fürth spielte nach der Roten Karte gegen Brekalo ab der 32. Minute in Überzahl, brachte den numerischen Vorteil über weite Strecken aber nicht in einen Punktgewinn um. Vor dem abschließenden Duell mit Fortuna Düsseldorf (17.5.) ist der Spielraum damit extrem klein.

Fürth nutzt die Überzahl nicht

Fürth hatte in Berlin lange die Konstellation, die in einem Abstiegskampfspiel häufig den Ausschlag geben kann: mehr Personal auf dem Platz, mehr Ballbesitzphasen, mehr Möglichkeiten, den Gegner in Bewegung zu bringen. Genau dieser Hebel griff jedoch nicht.

Statt die Unterzahl Herthas konsequent zu bespielen, blieb Fürths Überlegenheit zu oft ohne letzte Konsequenz im Strafraum.

Dass Hertha von Stefan Leitl betreut wird, der im Text als Ex-Fürth-Trainer (2019 bis 2022) genannt wird, gibt dem Ergebnis eine zusätzliche Ebene. Am Kern ändert das aber nichts: Fürth ließ in einer günstigen Ausgangslage eine große Chance liegen, den Druck vor dem Saisonfinale spürbar zu reduzieren.

Effizienz entscheidet das Spiel

Die Zahlen unterstreichen, wie sehr diese Partie an Fürths fehlender Durchschlagskraft kippte: 29 Torschüsse für Fürth, 8 für Hertha – und dennoch stand am Ende eine Niederlage. Solche Spiele erzählen meist weniger von „Pech“ als von der Frage, wie sauber ein Team seine Überlegenheit in klare Abschlüsse, zweite Bälle und verwertbare Situationen übersetzt.

Hertha nutzte die eigenen Momente deutlich zielstrebiger. Kennet Eichhorn traf in der 55. Minute zur Führung, Michael Cuisance erhöhte in der 84. Minute auf 2:0. Fürth kam erst spät durch Noel Futkeu (88.) zum Anschluss – zu spät, um das Spiel noch zu drehen.

Fürths Problem war damit nicht die Menge an Offensivaktionen, sondern deren Qualität im entscheidenden Bereich: Überzahl und Schussvorteil sind im Abstiegskampf nur dann ein Vorteil, wenn daraus Tore oder zumindest Punkte werden. In Berlin blieb Fürth genau diesen Nachweis schuldig.

Im Tabellenkeller bleibt nur noch ein schmaler Ausweg

Vor dem letzten Spieltag ist Fürth Tabellen-17. mit 34 Punkten und einer Tordifferenz von minus 22. Braunschweig steht auf Rang 14 bei 37 Punkten (minus 17), Fortuna Düsseldorf auf Platz 15 ebenfalls mit 37 Punkten (minus 17). Arminia Bielefeld liegt auf Rang 16 bei 36 Punkten und minus 3.

Damit ist klar, warum Fürths Aufgabe gegen Düsseldorf nicht nur „gewinnen“ lautet, sondern „hoch gewinnen“: Bei Punktgleichheit entscheidet in der Regel die Tordifferenz über die Platzierung – und Fürths Minus ist deutlich schlechter als das der direkten Konkurrenz. Fürth hält den Relegationsplatz zwar noch in eigener Hand, muss dafür am letzten Spieltag gegen Düsseldorf aber mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen, um noch an der Fortuna vorbeizuziehen.

Der Absturz ist also nicht rechnerisch besiegelt – sportlich aber ist Fürth nach dem 1:2 in Berlin in eine Situation geraten, in der es kaum noch Zwischenstufen gibt: Es braucht nicht nur drei Punkte, sondern ein Ergebnis, das die gesamte Statik im Tabellenkeller auf einen Schlag verändert.

Häufig gestellte Fragen

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