Abstiegskampf in der 2. Bundesliga
Fürth schlägt Düsseldorf 3:0 und rettet sich in die Relegation
Die SpVgg Greuther Fürth hat am letzten Spieltag der 2. Bundesliga den direkten Absturz verhindert, die endgültige Rettung aber verpasst. Durch das 3:0 im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer gegen Fortuna Düsseldorf hielt das Kleeblatt Rang 16 fest – mehr war trotz des klaren Heimsiegs nicht möglich, weil Arminia Bielefeld sein Parallelspiel in der zweiten Halbzeit noch deutlich drehte. Fürth muss damit in die Relegation gegen Rot-Weiss Essen, Düsseldorf steht als Absteiger fest.
Blitzstart und frühe Vorentscheidung
Fürth setzte von Beginn an auf klare Verhältnisse – und bekam sie. Felix Klaus traf nach nicht einmal zwei Minuten zur Führung. Das 2:0 fiel in der 16. Minute, als Düsseldorfs Verteidiger Elias Egouli einen Schuss von Klaus unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Noch vor der Pause erhöhte Noel Futkeu per Kopf nach einer Klaus-Flanke auf 3:0 (36.) – es war sein 19. Saisontor.
Mit dem Halbzeitstand war die Fürther Kernaufgabe erfüllt: Das Team hatte das direkte Duell mit einem Konkurrenten nicht nur gewonnen, sondern dominiert und sich damit mindestens den Relegationsrang gesichert. Zur Pause stand Fürth auf Tabellenplatz 16, auch weil Bielefeld zu diesem Zeitpunkt gegen Hertha BSC 0:1 zurücklag. Hertha wird von Stefan Leitl trainiert – dem Fürther Aufstiegstrainer von 2021, an den sich im Ronhof an diesem Tag viele Fans ohnehin erinnert fühlten.
VAR greift ein – sportliche Entscheidung fällt anderswo
Nach dem Seitenwechsel blieb Fürth präsent und hätte das Ergebnis weiter ausbauen können, doch zwei Szenen kippten in Richtung „knapp, aber nicht zählbar“. In der 63. Minute entschied Schiedsrichter Harm Osmers zunächst auf Elfmeter für Fürth, nahm die Entscheidung nach Video-Eingriff jedoch zurück, weil Branimir Hrgota in der Entstehung im Abseits gestanden hatte. In der 73. Minute wurde ein weiterer Treffer von Futkeu nach Überprüfung aberkannt: Bei der Vorlage von Jannik Dehm stand seine Fußspitze millimeterknapp im Abseits; als Videoschiedsrichter war Pascal Müller im Einsatz.
Dass es beim 3:0 blieb, änderte am Fürther Auftrag zunächst wenig – wohl aber an der Rechnung in der Tabelle. Während Fürth sein Spiel kontrolliert zu Ende brachte, drehte Bielefeld die Partie und gewann am Ende 5:1. Damit war klar: Fürth konnte sich mit diesem Sieg zwar in die Relegation retten, den direkten Klassenerhalt aber nicht mehr erzwingen – unabhängig davon, wie souverän die eigene Leistung ausfiel.
Düsseldorf steigt ab – Fürth bekommt eine zweite Chance
Für Fortuna Düsseldorf bedeutete die Niederlage den Abstieg. Fürth wiederum hat sich zumindest die Zusatzspiele erarbeitet, die in einer Saison, die im Klub zuletzt auch abseits des Rasens unruhig verlief, wie ein Aufschub wirken: Nach der Abberufung von Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi 2024 und mehreren Trainerwechseln geriet der Verein ins Schlingern, eine Online-Petition an Aufsichtsrat und Präsidium sorgte zuletzt zusätzlich für Aufmerksamkeit. Teile der Fans fordern darin die Ablösung der sportlich Verantwortlichen Holger Schwiewagner (Geschäftsführer) und Stephan Fürstner (Sportdirektor). Im Stadion zeigten Anhänger zugleich demonstrativ Rückhalt – unter anderem mit einem Banner: „Wir Fans sind die Seele der Spielvereinigung Fürth“.
Sportlich bleibt als Befund dieses Nachmittags: Fürth hat im entscheidenden Spiel geliefert, früh entschieden und Düsseldorf hinter sich gehalten. Den endgültigen Verbleib in der 2. Bundesliga muss das Team nun in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen absichern – in einer Woche, die für den Verein zum nächsten Endspiel wird. Zudem steht fest, dass Torschütze Noel Futkeu den Klub nach der Saison verlassen und zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechseln wird.

