
Fürth
Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg, Deutschland
Germanisches Nationalmuseum | Öffnungszeiten & Eintritt
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg steht für 700 Jahre Museumsgeschichte und für Gegenwart im Dialog mit der Vergangenheit: 1852 gegründet, beheimatet im historischen Kartäuserkloster und geprägt von moderner Architektur, ist es heute das größte kulturhistorische Museum des deutschsprachigen Raums mit mehr als 1,3 Millionen Objekten. Im Zentrum der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, bietet das Haus einen schnellen, barrierearmen Zugang zu Dauer- und Sonderausstellungen, Konzerten und Vermittlungsangeboten. Ikonisch ist der Behaim-Globus – der älteste erhaltene Erdglobus, seit 2023 im UNESCO-Weltdokumentenerbe –, daneben reichen die Sammlungen von der Ur- und Frühgeschichte über Mittelalter und Renaissance bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer seinen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, familienfreundlichen Tickets und einem Mittwochabend mit freiem Eintritt. Ergänzt werden die Museumsangebote durch die öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek, das Café Arte im Kleinen Klosterhof und vielfältige Führungs- und Veranstaltungsformate. Ob kurzer Kunststopp in der Mittagspause, Bildungsprogramm für Schulklassen oder ein ganzer Tag im Zeichen der Kultur: Das Germanische Nationalmuseum macht Nürnbergs Geschichte und europäische Kulturgeschichte erfahrbar.
Öffnungszeiten im Überblick: planbar, zentrumsnah, mit langem Mittwoch
Für die Besuchsplanung sind die Zeiten übersichtlich geregelt: Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 20:30 Uhr; montags ist das Haus geschlossen. Dieser „lange Mittwoch“ schafft bewusst einen Feierabendslot für alle, die Kultur nach der Arbeit erleben möchten. Wichtig zu wissen: Aus betrieblichen Gründen schließen einzelne Bereiche mittwochs bereits um 18:00 Uhr; die verlängerten Abendstunden eignen sich daher besonders für Sonderausstellungen, aktuelle Veranstaltungen oder einen entspannten Rundgang durch geöffnete Sammlungsmodule. Wer flexibel ist, nutzt den frühen Vormittag oder die späte Mittagszeit, wenn es häufig ruhiger ist. Dank der Lage in der Kartäusergasse, nahe dem Verkehrsknotenpunkt Nürnberg Hauptbahnhof, erreichen Sie das Museum bequem zu Fuß in rund zehn Minuten ab Bahnhofsplatz. Die U-Bahn-Stationen Lorenzkirche (U1) sowie Opernhaus (U2/U3) liegen in Laufdistanz; Busgäste steigen in unmittelbarer Nähe aus. Durch die zentrale Lage eignet sich der Museumsbesuch ideal als Baustein für einen Stadtspaziergang: Vom Museumsforum führt die von Dani Karavan gestaltete Straße der Menschenrechte direkt bis zum Eingang – ein kraftvolles urbanes Zeichen, das den kulturellen Anspruch des Hauses in die Stadt trägt. Tipp für alle, die einen besonders ruhigen Besuch schätzen: Prüfen Sie vorab den Orientierungsplan, der tagesaktuell informiert, welche Bereiche aufgrund von Sanierungsarbeiten oder Personaldispositionen temporär geschlossen sind. Gerade die großen Erneuerungen am Gebäudeensemble finden abschnittsweise statt und werden mit Besucherführung und Wegeleitsystem transparent begleitet. So lässt sich der Aufenthalt optimal auf die geöffneten Schwerpunkte abstimmen – von der Ur- und Frühgeschichte über mittelalterliche Skulpturen bis zu Highlights der Renaissance und der Aufklärung.
Eintritt, Preise und der freie Mittwoch: fair, familienfreundlich und transparent
Das Preissystem ist bewusst einfach gehalten und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro. Ermäßigt zahlen 6 Euro unter anderem Schülerinnen und Schüler, Studierende, schwerbehinderte Menschen, Erwerbslose sowie geschlossene Gruppen ab zehn Personen. Besonders beliebt ist das Familienticket für 14 Euro: Es gilt für zwei bis sechs Personen, davon mindestens eine Person über 18 Jahre und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren – damit ist der Museumsbesuch für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkeln planbar und preislich attraktiv. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von einem stark vergünstigten Tarif von 1 Euro pro Person, was das GNM als außerschulischen Lernort sichtbar stärkt. Ein starkes Signal in Richtung kulturelle Teilhabe setzt das Haus mit dem wöchentlichen Freifahrschalter für Kultur: Mittwochs ab 17:30 Uhr ist der Eintritt frei. Wer nach Feierabend in die Stadt kommt, kann spontan in die Ausstellungen eintauchen – vom ikonischen Behaim-Globus bis zur aktuellen Sonderschau. Hinzu kommen weitere Befreiungen, etwa für Kinder bis sechs Jahre, Förderer und Mitglieder, Inhaberinnen und Inhaber von ICOM- oder Museumsbundausweisen sowie Begleitpersonen von Menschen mit dem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis. Für den öffentlichen Nahverkehr lohnt sich ein Blick auf die Kooperation mit dem Verkehrsverbund: Mit einem tagesaktuellen VGN-Fahrausweis zahlen Einzelbesucherinnen und -besucher 9 Euro. Diese klare, sozial ausgewogene Preisstruktur macht den Zugang planbar, und sie ist auf der offiziellen Website stets aktuell einsehbar. Für alle, die häufiger kommen, lohnt sich der Newsletter oder die Mitgliedschaft im Fördererkreis – neben freiem Eintritt gibt es Einladungen und Einblicke hinter die Kulissen. Ein praktischer Hinweis: Da die Sammlungen in Teilen aufgrund von Sanierungsarbeiten abschnittsweise geschlossen sind, empfiehlt sich vor dem Ticketkauf ein Blick auf die tagesaktuellen Öffnungsinformationen, damit der Besuch genau zu den eigenen Interessen passt.
Aktuelle Ausstellungen und Sammlungs-Highlights: vom Behaim-Globus bis Nürnberg GLOBAL
Das GNM umfasst die europäische Kunst- und Kulturgeschichte vom steinzeitlichen Faustkeil bis in die Moderne. International herausragend ist der Behaim-Globus, der älteste erhaltene Erdglobus der Welt (1492/93) – seit 2023 als UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet. Er erzählt in Miniaturen, Ortsnamen und erläuternden Texten vom Weltbild am Vorabend der großen Entdeckungsreisen und ist im Museum als Schlüsselobjekt inszeniert. Daneben prägen Meisterwerke von der Gotik bis zur Renaissance – etwa Skulpturen aus dem Umkreis von Veit Stoß und Tilman Riemenschneider – sowie Gemälde und Grafiken die Sammlungen; mit rund 350.000 Blättern beherbergt das GNM eine der größten grafikhistorischen Sammlungen Europas. Im historischen Architekturensemble des Kartäuserklosters verbindet sich die Aura mittelalterlicher Baukunst mit moderner Museumsarchitektur, die in den 1950er/60er-Jahren durch Sep Ruf und 1993 mit dem gläsernen Museumsforum erweitert wurde. Im Ausstellungsprogramm 2025/26 setzt die große Schau Nürnberg GLOBAL 1300–1600 Akzente: Sie beleuchtet Nürnbergs Verflechtungen in einer globalen Perspektive und läuft planmäßig vom 25. September 2025 bis 22. März 2026. Flankierend eröffnen stadt- und kulturgeschichtliche Themenformate und künstlerische Interventionen neue Blickwinkel auf bekannte Bestände. Für besonders Technik- und Musikinteressierte ist wissenswert, dass die große Dauerausstellung Musikinstrumente aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich 2030 geschlossen bleibt; die Sammlung zählt dennoch weiterhin zu den bedeutendsten ihrer Art und wird in Veranstaltungen, Publikationen und digitalen Angeboten präsent gehalten. Die Programmpalette des Hauses reicht von konzentrierten Kabinettausstellungen bis zu groß angelegten Schauen, die durch Begleitprogramme, Führungen und Vermittlungsangebote vertieft werden. Wer spezifische Interessen verfolgt – etwa Dürer, die Nürnberger Goldschmiedekunst, wissenschaftliche Instrumente oder Alltagskultur –, findet im Online- und Vor-Ort-Angebot zahlreiche Einstiegspunkte, um die Objekte im kulturhistorischen Kontext zu erschließen. Für den perfekten Überblick empfiehlt es sich, vorab die Seite „Ausstellungen“ zu prüfen; dort sind Laufzeiten, Trailer und Hinweise auf Eröffnungsveranstaltungen gebündelt.
Führungen, Konzerte und Angebote für Kinder und Familien: erleben, hören, mitmachen
Das Vermittlungsprogramm des Germanischen Nationalmuseums verbindet fundierte Inhalte mit lebendigen Formaten. Öffentliche Überblicksführungen und thematische Rundgänge können online gebucht oder an der Kasse erfragt werden. Für Gruppen, Firmen und Vereine lassen sich Termine und Schwerpunkte individuell abstimmen – das hauseigene Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ) ist hierfür erster Ansprechpartner. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von speziell entwickelten Modulen; die Konditionen sind überaus besucherfreundlich. Ein besonderes musikalisches Aushängeschild ist die Konzertreihe Musica Antiqua in Kooperation mit BR-Klassik: international profilierte Ensembles präsentieren Alte Musik auf höchstem Niveau, häufig mit Bezug zur einzigartigen Instrumentensammlung des Hauses. Der Abonnementzyklus 2025/26 umfasst fünf Abendkonzerte zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 und bietet damit eine verlässliche, saisonale Klammer für alle, die historische Aufführungspraxis live erleben möchten. Ergänzt wird das Programm durch Formate wie die GNM Sessions, kurze Mittagsangebote oder Themenabende, die Ausstellungsthemen musikalisch und diskursiv erweitern. Für Familien ist das GNM nicht nur wegen des Familientickets spannend: Der KindercLub lädt Kinder zum Entdecken, Spielen und Rätseln ein; Familientickets „Plus“ kombinieren Eintritt und kleine Extras. Vermittlungsangebote setzen auf Anfassen mit dem Kopf – sprich: anschauliche Erklärungen, dialogische Führungen und altersgerechte Materialien. Gut zu wissen: Für die schnelle Orientierung gibt es einen Mediaguide mit einer kompakten „GNM in einer Stunde“-Tour, die Highlight-Objekte zusammenführt und in mehreren Sprachen verfügbar ist. Auch Fotografie gehört zur Besucherrealität: In den Sammlungen ist Fotografieren ohne Blitz und Stativ für private Zwecke erlaubt; in Sonderausstellungen ist es in der Regel untersagt. Wer professionell oder mit Stativ arbeiten möchte, wendet sich vorab an die Presseabteilung. Zusammen ergibt sich ein Programm, das vom konzentrierten Solo-Besuch über Familienzeit bis zu Kulturabenden mit Musik reicht – ein lebendiges Museum im Takt der Stadt.
Anfahrt und Parken: so erreichen Sie das Museum entspannt
Die Lage spricht für sich: Von Nürnberg Hauptbahnhof sind es etwa 350 Meter zu Fuß bis zur Kartäusergasse 1. ÖPNV-Gäste nutzen je nach Startpunkt die U1 (Haltestelle Lorenzkirche) oder die U2/U3 (Haltestelle Opernhaus); beide Stationen liegen wenige Gehminuten entfernt. Für Reisegruppen ist der Aus- und Einstieg für Busse direkt am Museum möglich; Busparkplätze stehen im Umfeld der Altstadt zur Verfügung. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen: Das Museum verfügt über keine eigenen Parkplätze. Empfehlenswert sind die umliegenden städtischen Parkhäuser, insbesondere das Parkhaus Sterntor an der Frauentormauer (Zufahrt Grasersgasse 25), das am Wochenende wegen seiner Lage und Kapazität oft eine gute Wahl ist. Das Parkhaus bietet durchgängige Öffnungszeiten, gängige Bezahloptionen und klare Tarife; Theaterbesucher kennen es als Partnerhaus des Staatstheaters – für den Museumsbesuch gelten die regulären Parkgebühren. Da die Altstadt Nürnbergs in Teilen verkehrsberuhigt ist und die Parkraumnachfrage an Einkaufstagen steigt, lohnt es sich, die Anreisezeit auf Vormittag oder späteren Nachmittag zu legen. Aus Richtung Flughafen Nürnberg führt die U2 ohne Umstieg bis Opernhaus; von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Wer Mobilitätseinschränkungen berücksichtigt, findet im GNM Rampen und Aufzüge; fast alle Bereiche sind barrierefrei erreichbar, teils mit alternativen Wegführungen. Die Aufsicht unterstützt bei Fragen zur barrierearmen Route. Praktische Tipps: Prüfen Sie vorab die Auslastung der Parkhäuser im städtischen Parkleitsystem, planen Sie Fußwege im Altstadtring ein und halten Sie für die Rückfahrt die nächste U-Bahn-Verbindung bereit. Dank der zentralen Lage lassen sich Cafébesuch, Museumsrunde und Stadtbummel komfortabel kombinieren – das GNM ist ein idealer Start- und Endpunkt für Kultur in der Altstadt.
Bibliothek, Services und Café Arte: recherchieren, verweilen, genießen
Die wissenschaftliche Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums ist öffentlich zugänglich und ergänzt die Ausstellungen als Ort der vertiefenden Recherche. Als Präsenzbibliothek geführt, stehen Kataloge, Monografien und Zeitschriften im Lesesaal zur Nutzung bereit; Ausleihen außer Haus sind nicht vorgesehen. Der Zugang ist in der Regel ab 18 Jahren möglich (ab 16 Jahren mit Einschränkungen). Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30 bis 18:00 Uhr, mittwochs bis 20:00 Uhr. Für Reproduktionen bietet die Bibliothek Auftrags-Scans und Kopien entsprechend der Gebührenordnung an. Wer Bildmaterial zu Sammlungsobjekten benötigt, wendet sich an den Fotoservice des Hauses; Pressefotos und Nutzungsrechte werden zentral koordiniert. Für den entspannten Teil des Besuchs sorgt das Café Arte: Es liegt innenhofseitig im Kleinen Klosterhof und hat während der Museumszeiten geöffnet, mittwochs bis 20:30 Uhr. Bei gutem Wetter bedient das Team im gARTEn des Klosterhofs; das Café ist auch ohne Museumseintritt zugänglich. Von Frühstück über saisonale Küche bis zu Kuchen und Sonntagsbrunch reicht das Angebot, ergänzt um eine kuratierte Auswahl fränkischer Weine. Für Reservierungen steht telefonisch eine eigene Nummer zur Verfügung. Im Museumsshop finden Sie zudem Kataloge, Postkarten und Designartikel; der Shop folgt den Museumsöffnungszeiten und ist mittwochs ebenfalls länger geöffnet. Wer ein Event plant, kann die besonderen Räume des Museums – vom Aufseß-Saal bis zu ausgewählten Bereichen – auch für Firmen- oder Privatevents anfragen; eine gastronomische Betreuung durch das Arte-Team ist möglich. Diese Kombination aus Forschungsinfrastruktur, Service und Aufenthaltsqualität macht das GNM zu mehr als einem Ausstellungsort: Es ist ein urbanes Kulturforum, in dem man recherchiert, entdeckt und verweilt.
Quellen:
- Germanisches Nationalmuseum – Offizielle Website
- GNM – Ihr Besuch (Öffnungszeiten, Tickets, Anfahrt)
- GNM – Geschichte und Architektur (Gründung 1852, Kartäuserkloster, Sep-Ruf-Bauten)
- GNM – Info DE/EN (Eintrittspreise, Hinweise)
- Tourismus Nürnberg – Germanisches Nationalmuseum (Öffnungszeiten, Preise)
- Deutsche UNESCO-Kommission – Behaim-Globus (Weltdokumentenerbe 2023)
- FAU/ GNM – Behaim-Globus Forschungsportal
- GNM – Bibliothek (Benutzung, Präsenzbetrieb)
- GNM – Häufige Fragen (Fotografieren, Parken, Barrierefreiheit)
- Parkhaus Sterntor – Betreiberinformation (Adresse, Tarife)
- Café Arte – Offizielle Website (Gastronomie, Kulturtermine)
- GNM Ticketshop – Musica Antiqua (Abo 2025/26)
- GNM – Ausstellungen (Dauer- und Sonderausstellungen 2025/26)
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Germanisches Nationalmuseum | Öffnungszeiten & Eintritt
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg steht für 700 Jahre Museumsgeschichte und für Gegenwart im Dialog mit der Vergangenheit: 1852 gegründet, beheimatet im historischen Kartäuserkloster und geprägt von moderner Architektur, ist es heute das größte kulturhistorische Museum des deutschsprachigen Raums mit mehr als 1,3 Millionen Objekten. Im Zentrum der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, bietet das Haus einen schnellen, barrierearmen Zugang zu Dauer- und Sonderausstellungen, Konzerten und Vermittlungsangeboten. Ikonisch ist der Behaim-Globus – der älteste erhaltene Erdglobus, seit 2023 im UNESCO-Weltdokumentenerbe –, daneben reichen die Sammlungen von der Ur- und Frühgeschichte über Mittelalter und Renaissance bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer seinen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, familienfreundlichen Tickets und einem Mittwochabend mit freiem Eintritt. Ergänzt werden die Museumsangebote durch die öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek, das Café Arte im Kleinen Klosterhof und vielfältige Führungs- und Veranstaltungsformate. Ob kurzer Kunststopp in der Mittagspause, Bildungsprogramm für Schulklassen oder ein ganzer Tag im Zeichen der Kultur: Das Germanische Nationalmuseum macht Nürnbergs Geschichte und europäische Kulturgeschichte erfahrbar.
Öffnungszeiten im Überblick: planbar, zentrumsnah, mit langem Mittwoch
Für die Besuchsplanung sind die Zeiten übersichtlich geregelt: Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 20:30 Uhr; montags ist das Haus geschlossen. Dieser „lange Mittwoch“ schafft bewusst einen Feierabendslot für alle, die Kultur nach der Arbeit erleben möchten. Wichtig zu wissen: Aus betrieblichen Gründen schließen einzelne Bereiche mittwochs bereits um 18:00 Uhr; die verlängerten Abendstunden eignen sich daher besonders für Sonderausstellungen, aktuelle Veranstaltungen oder einen entspannten Rundgang durch geöffnete Sammlungsmodule. Wer flexibel ist, nutzt den frühen Vormittag oder die späte Mittagszeit, wenn es häufig ruhiger ist. Dank der Lage in der Kartäusergasse, nahe dem Verkehrsknotenpunkt Nürnberg Hauptbahnhof, erreichen Sie das Museum bequem zu Fuß in rund zehn Minuten ab Bahnhofsplatz. Die U-Bahn-Stationen Lorenzkirche (U1) sowie Opernhaus (U2/U3) liegen in Laufdistanz; Busgäste steigen in unmittelbarer Nähe aus. Durch die zentrale Lage eignet sich der Museumsbesuch ideal als Baustein für einen Stadtspaziergang: Vom Museumsforum führt die von Dani Karavan gestaltete Straße der Menschenrechte direkt bis zum Eingang – ein kraftvolles urbanes Zeichen, das den kulturellen Anspruch des Hauses in die Stadt trägt. Tipp für alle, die einen besonders ruhigen Besuch schätzen: Prüfen Sie vorab den Orientierungsplan, der tagesaktuell informiert, welche Bereiche aufgrund von Sanierungsarbeiten oder Personaldispositionen temporär geschlossen sind. Gerade die großen Erneuerungen am Gebäudeensemble finden abschnittsweise statt und werden mit Besucherführung und Wegeleitsystem transparent begleitet. So lässt sich der Aufenthalt optimal auf die geöffneten Schwerpunkte abstimmen – von der Ur- und Frühgeschichte über mittelalterliche Skulpturen bis zu Highlights der Renaissance und der Aufklärung.
Eintritt, Preise und der freie Mittwoch: fair, familienfreundlich und transparent
Das Preissystem ist bewusst einfach gehalten und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro. Ermäßigt zahlen 6 Euro unter anderem Schülerinnen und Schüler, Studierende, schwerbehinderte Menschen, Erwerbslose sowie geschlossene Gruppen ab zehn Personen. Besonders beliebt ist das Familienticket für 14 Euro: Es gilt für zwei bis sechs Personen, davon mindestens eine Person über 18 Jahre und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren – damit ist der Museumsbesuch für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkeln planbar und preislich attraktiv. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von einem stark vergünstigten Tarif von 1 Euro pro Person, was das GNM als außerschulischen Lernort sichtbar stärkt. Ein starkes Signal in Richtung kulturelle Teilhabe setzt das Haus mit dem wöchentlichen Freifahrschalter für Kultur: Mittwochs ab 17:30 Uhr ist der Eintritt frei. Wer nach Feierabend in die Stadt kommt, kann spontan in die Ausstellungen eintauchen – vom ikonischen Behaim-Globus bis zur aktuellen Sonderschau. Hinzu kommen weitere Befreiungen, etwa für Kinder bis sechs Jahre, Förderer und Mitglieder, Inhaberinnen und Inhaber von ICOM- oder Museumsbundausweisen sowie Begleitpersonen von Menschen mit dem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis. Für den öffentlichen Nahverkehr lohnt sich ein Blick auf die Kooperation mit dem Verkehrsverbund: Mit einem tagesaktuellen VGN-Fahrausweis zahlen Einzelbesucherinnen und -besucher 9 Euro. Diese klare, sozial ausgewogene Preisstruktur macht den Zugang planbar, und sie ist auf der offiziellen Website stets aktuell einsehbar. Für alle, die häufiger kommen, lohnt sich der Newsletter oder die Mitgliedschaft im Fördererkreis – neben freiem Eintritt gibt es Einladungen und Einblicke hinter die Kulissen. Ein praktischer Hinweis: Da die Sammlungen in Teilen aufgrund von Sanierungsarbeiten abschnittsweise geschlossen sind, empfiehlt sich vor dem Ticketkauf ein Blick auf die tagesaktuellen Öffnungsinformationen, damit der Besuch genau zu den eigenen Interessen passt.
Aktuelle Ausstellungen und Sammlungs-Highlights: vom Behaim-Globus bis Nürnberg GLOBAL
Das GNM umfasst die europäische Kunst- und Kulturgeschichte vom steinzeitlichen Faustkeil bis in die Moderne. International herausragend ist der Behaim-Globus, der älteste erhaltene Erdglobus der Welt (1492/93) – seit 2023 als UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet. Er erzählt in Miniaturen, Ortsnamen und erläuternden Texten vom Weltbild am Vorabend der großen Entdeckungsreisen und ist im Museum als Schlüsselobjekt inszeniert. Daneben prägen Meisterwerke von der Gotik bis zur Renaissance – etwa Skulpturen aus dem Umkreis von Veit Stoß und Tilman Riemenschneider – sowie Gemälde und Grafiken die Sammlungen; mit rund 350.000 Blättern beherbergt das GNM eine der größten grafikhistorischen Sammlungen Europas. Im historischen Architekturensemble des Kartäuserklosters verbindet sich die Aura mittelalterlicher Baukunst mit moderner Museumsarchitektur, die in den 1950er/60er-Jahren durch Sep Ruf und 1993 mit dem gläsernen Museumsforum erweitert wurde. Im Ausstellungsprogramm 2025/26 setzt die große Schau Nürnberg GLOBAL 1300–1600 Akzente: Sie beleuchtet Nürnbergs Verflechtungen in einer globalen Perspektive und läuft planmäßig vom 25. September 2025 bis 22. März 2026. Flankierend eröffnen stadt- und kulturgeschichtliche Themenformate und künstlerische Interventionen neue Blickwinkel auf bekannte Bestände. Für besonders Technik- und Musikinteressierte ist wissenswert, dass die große Dauerausstellung Musikinstrumente aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich 2030 geschlossen bleibt; die Sammlung zählt dennoch weiterhin zu den bedeutendsten ihrer Art und wird in Veranstaltungen, Publikationen und digitalen Angeboten präsent gehalten. Die Programmpalette des Hauses reicht von konzentrierten Kabinettausstellungen bis zu groß angelegten Schauen, die durch Begleitprogramme, Führungen und Vermittlungsangebote vertieft werden. Wer spezifische Interessen verfolgt – etwa Dürer, die Nürnberger Goldschmiedekunst, wissenschaftliche Instrumente oder Alltagskultur –, findet im Online- und Vor-Ort-Angebot zahlreiche Einstiegspunkte, um die Objekte im kulturhistorischen Kontext zu erschließen. Für den perfekten Überblick empfiehlt es sich, vorab die Seite „Ausstellungen“ zu prüfen; dort sind Laufzeiten, Trailer und Hinweise auf Eröffnungsveranstaltungen gebündelt.
Führungen, Konzerte und Angebote für Kinder und Familien: erleben, hören, mitmachen
Das Vermittlungsprogramm des Germanischen Nationalmuseums verbindet fundierte Inhalte mit lebendigen Formaten. Öffentliche Überblicksführungen und thematische Rundgänge können online gebucht oder an der Kasse erfragt werden. Für Gruppen, Firmen und Vereine lassen sich Termine und Schwerpunkte individuell abstimmen – das hauseigene Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ) ist hierfür erster Ansprechpartner. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von speziell entwickelten Modulen; die Konditionen sind überaus besucherfreundlich. Ein besonderes musikalisches Aushängeschild ist die Konzertreihe Musica Antiqua in Kooperation mit BR-Klassik: international profilierte Ensembles präsentieren Alte Musik auf höchstem Niveau, häufig mit Bezug zur einzigartigen Instrumentensammlung des Hauses. Der Abonnementzyklus 2025/26 umfasst fünf Abendkonzerte zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 und bietet damit eine verlässliche, saisonale Klammer für alle, die historische Aufführungspraxis live erleben möchten. Ergänzt wird das Programm durch Formate wie die GNM Sessions, kurze Mittagsangebote oder Themenabende, die Ausstellungsthemen musikalisch und diskursiv erweitern. Für Familien ist das GNM nicht nur wegen des Familientickets spannend: Der KindercLub lädt Kinder zum Entdecken, Spielen und Rätseln ein; Familientickets „Plus“ kombinieren Eintritt und kleine Extras. Vermittlungsangebote setzen auf Anfassen mit dem Kopf – sprich: anschauliche Erklärungen, dialogische Führungen und altersgerechte Materialien. Gut zu wissen: Für die schnelle Orientierung gibt es einen Mediaguide mit einer kompakten „GNM in einer Stunde“-Tour, die Highlight-Objekte zusammenführt und in mehreren Sprachen verfügbar ist. Auch Fotografie gehört zur Besucherrealität: In den Sammlungen ist Fotografieren ohne Blitz und Stativ für private Zwecke erlaubt; in Sonderausstellungen ist es in der Regel untersagt. Wer professionell oder mit Stativ arbeiten möchte, wendet sich vorab an die Presseabteilung. Zusammen ergibt sich ein Programm, das vom konzentrierten Solo-Besuch über Familienzeit bis zu Kulturabenden mit Musik reicht – ein lebendiges Museum im Takt der Stadt.
Anfahrt und Parken: so erreichen Sie das Museum entspannt
Die Lage spricht für sich: Von Nürnberg Hauptbahnhof sind es etwa 350 Meter zu Fuß bis zur Kartäusergasse 1. ÖPNV-Gäste nutzen je nach Startpunkt die U1 (Haltestelle Lorenzkirche) oder die U2/U3 (Haltestelle Opernhaus); beide Stationen liegen wenige Gehminuten entfernt. Für Reisegruppen ist der Aus- und Einstieg für Busse direkt am Museum möglich; Busparkplätze stehen im Umfeld der Altstadt zur Verfügung. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen: Das Museum verfügt über keine eigenen Parkplätze. Empfehlenswert sind die umliegenden städtischen Parkhäuser, insbesondere das Parkhaus Sterntor an der Frauentormauer (Zufahrt Grasersgasse 25), das am Wochenende wegen seiner Lage und Kapazität oft eine gute Wahl ist. Das Parkhaus bietet durchgängige Öffnungszeiten, gängige Bezahloptionen und klare Tarife; Theaterbesucher kennen es als Partnerhaus des Staatstheaters – für den Museumsbesuch gelten die regulären Parkgebühren. Da die Altstadt Nürnbergs in Teilen verkehrsberuhigt ist und die Parkraumnachfrage an Einkaufstagen steigt, lohnt es sich, die Anreisezeit auf Vormittag oder späteren Nachmittag zu legen. Aus Richtung Flughafen Nürnberg führt die U2 ohne Umstieg bis Opernhaus; von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Wer Mobilitätseinschränkungen berücksichtigt, findet im GNM Rampen und Aufzüge; fast alle Bereiche sind barrierefrei erreichbar, teils mit alternativen Wegführungen. Die Aufsicht unterstützt bei Fragen zur barrierearmen Route. Praktische Tipps: Prüfen Sie vorab die Auslastung der Parkhäuser im städtischen Parkleitsystem, planen Sie Fußwege im Altstadtring ein und halten Sie für die Rückfahrt die nächste U-Bahn-Verbindung bereit. Dank der zentralen Lage lassen sich Cafébesuch, Museumsrunde und Stadtbummel komfortabel kombinieren – das GNM ist ein idealer Start- und Endpunkt für Kultur in der Altstadt.
Bibliothek, Services und Café Arte: recherchieren, verweilen, genießen
Die wissenschaftliche Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums ist öffentlich zugänglich und ergänzt die Ausstellungen als Ort der vertiefenden Recherche. Als Präsenzbibliothek geführt, stehen Kataloge, Monografien und Zeitschriften im Lesesaal zur Nutzung bereit; Ausleihen außer Haus sind nicht vorgesehen. Der Zugang ist in der Regel ab 18 Jahren möglich (ab 16 Jahren mit Einschränkungen). Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30 bis 18:00 Uhr, mittwochs bis 20:00 Uhr. Für Reproduktionen bietet die Bibliothek Auftrags-Scans und Kopien entsprechend der Gebührenordnung an. Wer Bildmaterial zu Sammlungsobjekten benötigt, wendet sich an den Fotoservice des Hauses; Pressefotos und Nutzungsrechte werden zentral koordiniert. Für den entspannten Teil des Besuchs sorgt das Café Arte: Es liegt innenhofseitig im Kleinen Klosterhof und hat während der Museumszeiten geöffnet, mittwochs bis 20:30 Uhr. Bei gutem Wetter bedient das Team im gARTEn des Klosterhofs; das Café ist auch ohne Museumseintritt zugänglich. Von Frühstück über saisonale Küche bis zu Kuchen und Sonntagsbrunch reicht das Angebot, ergänzt um eine kuratierte Auswahl fränkischer Weine. Für Reservierungen steht telefonisch eine eigene Nummer zur Verfügung. Im Museumsshop finden Sie zudem Kataloge, Postkarten und Designartikel; der Shop folgt den Museumsöffnungszeiten und ist mittwochs ebenfalls länger geöffnet. Wer ein Event plant, kann die besonderen Räume des Museums – vom Aufseß-Saal bis zu ausgewählten Bereichen – auch für Firmen- oder Privatevents anfragen; eine gastronomische Betreuung durch das Arte-Team ist möglich. Diese Kombination aus Forschungsinfrastruktur, Service und Aufenthaltsqualität macht das GNM zu mehr als einem Ausstellungsort: Es ist ein urbanes Kulturforum, in dem man recherchiert, entdeckt und verweilt.
Quellen:
- Germanisches Nationalmuseum – Offizielle Website
- GNM – Ihr Besuch (Öffnungszeiten, Tickets, Anfahrt)
- GNM – Geschichte und Architektur (Gründung 1852, Kartäuserkloster, Sep-Ruf-Bauten)
- GNM – Info DE/EN (Eintrittspreise, Hinweise)
- Tourismus Nürnberg – Germanisches Nationalmuseum (Öffnungszeiten, Preise)
- Deutsche UNESCO-Kommission – Behaim-Globus (Weltdokumentenerbe 2023)
- FAU/ GNM – Behaim-Globus Forschungsportal
- GNM – Bibliothek (Benutzung, Präsenzbetrieb)
- GNM – Häufige Fragen (Fotografieren, Parken, Barrierefreiheit)
- Parkhaus Sterntor – Betreiberinformation (Adresse, Tarife)
- Café Arte – Offizielle Website (Gastronomie, Kulturtermine)
- GNM Ticketshop – Musica Antiqua (Abo 2025/26)
- GNM – Ausstellungen (Dauer- und Sonderausstellungen 2025/26)
Germanisches Nationalmuseum | Öffnungszeiten & Eintritt
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg steht für 700 Jahre Museumsgeschichte und für Gegenwart im Dialog mit der Vergangenheit: 1852 gegründet, beheimatet im historischen Kartäuserkloster und geprägt von moderner Architektur, ist es heute das größte kulturhistorische Museum des deutschsprachigen Raums mit mehr als 1,3 Millionen Objekten. Im Zentrum der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, bietet das Haus einen schnellen, barrierearmen Zugang zu Dauer- und Sonderausstellungen, Konzerten und Vermittlungsangeboten. Ikonisch ist der Behaim-Globus – der älteste erhaltene Erdglobus, seit 2023 im UNESCO-Weltdokumentenerbe –, daneben reichen die Sammlungen von der Ur- und Frühgeschichte über Mittelalter und Renaissance bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer seinen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, familienfreundlichen Tickets und einem Mittwochabend mit freiem Eintritt. Ergänzt werden die Museumsangebote durch die öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek, das Café Arte im Kleinen Klosterhof und vielfältige Führungs- und Veranstaltungsformate. Ob kurzer Kunststopp in der Mittagspause, Bildungsprogramm für Schulklassen oder ein ganzer Tag im Zeichen der Kultur: Das Germanische Nationalmuseum macht Nürnbergs Geschichte und europäische Kulturgeschichte erfahrbar.
Öffnungszeiten im Überblick: planbar, zentrumsnah, mit langem Mittwoch
Für die Besuchsplanung sind die Zeiten übersichtlich geregelt: Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 20:30 Uhr; montags ist das Haus geschlossen. Dieser „lange Mittwoch“ schafft bewusst einen Feierabendslot für alle, die Kultur nach der Arbeit erleben möchten. Wichtig zu wissen: Aus betrieblichen Gründen schließen einzelne Bereiche mittwochs bereits um 18:00 Uhr; die verlängerten Abendstunden eignen sich daher besonders für Sonderausstellungen, aktuelle Veranstaltungen oder einen entspannten Rundgang durch geöffnete Sammlungsmodule. Wer flexibel ist, nutzt den frühen Vormittag oder die späte Mittagszeit, wenn es häufig ruhiger ist. Dank der Lage in der Kartäusergasse, nahe dem Verkehrsknotenpunkt Nürnberg Hauptbahnhof, erreichen Sie das Museum bequem zu Fuß in rund zehn Minuten ab Bahnhofsplatz. Die U-Bahn-Stationen Lorenzkirche (U1) sowie Opernhaus (U2/U3) liegen in Laufdistanz; Busgäste steigen in unmittelbarer Nähe aus. Durch die zentrale Lage eignet sich der Museumsbesuch ideal als Baustein für einen Stadtspaziergang: Vom Museumsforum führt die von Dani Karavan gestaltete Straße der Menschenrechte direkt bis zum Eingang – ein kraftvolles urbanes Zeichen, das den kulturellen Anspruch des Hauses in die Stadt trägt. Tipp für alle, die einen besonders ruhigen Besuch schätzen: Prüfen Sie vorab den Orientierungsplan, der tagesaktuell informiert, welche Bereiche aufgrund von Sanierungsarbeiten oder Personaldispositionen temporär geschlossen sind. Gerade die großen Erneuerungen am Gebäudeensemble finden abschnittsweise statt und werden mit Besucherführung und Wegeleitsystem transparent begleitet. So lässt sich der Aufenthalt optimal auf die geöffneten Schwerpunkte abstimmen – von der Ur- und Frühgeschichte über mittelalterliche Skulpturen bis zu Highlights der Renaissance und der Aufklärung.
Eintritt, Preise und der freie Mittwoch: fair, familienfreundlich und transparent
Das Preissystem ist bewusst einfach gehalten und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro. Ermäßigt zahlen 6 Euro unter anderem Schülerinnen und Schüler, Studierende, schwerbehinderte Menschen, Erwerbslose sowie geschlossene Gruppen ab zehn Personen. Besonders beliebt ist das Familienticket für 14 Euro: Es gilt für zwei bis sechs Personen, davon mindestens eine Person über 18 Jahre und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren – damit ist der Museumsbesuch für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkeln planbar und preislich attraktiv. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von einem stark vergünstigten Tarif von 1 Euro pro Person, was das GNM als außerschulischen Lernort sichtbar stärkt. Ein starkes Signal in Richtung kulturelle Teilhabe setzt das Haus mit dem wöchentlichen Freifahrschalter für Kultur: Mittwochs ab 17:30 Uhr ist der Eintritt frei. Wer nach Feierabend in die Stadt kommt, kann spontan in die Ausstellungen eintauchen – vom ikonischen Behaim-Globus bis zur aktuellen Sonderschau. Hinzu kommen weitere Befreiungen, etwa für Kinder bis sechs Jahre, Förderer und Mitglieder, Inhaberinnen und Inhaber von ICOM- oder Museumsbundausweisen sowie Begleitpersonen von Menschen mit dem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis. Für den öffentlichen Nahverkehr lohnt sich ein Blick auf die Kooperation mit dem Verkehrsverbund: Mit einem tagesaktuellen VGN-Fahrausweis zahlen Einzelbesucherinnen und -besucher 9 Euro. Diese klare, sozial ausgewogene Preisstruktur macht den Zugang planbar, und sie ist auf der offiziellen Website stets aktuell einsehbar. Für alle, die häufiger kommen, lohnt sich der Newsletter oder die Mitgliedschaft im Fördererkreis – neben freiem Eintritt gibt es Einladungen und Einblicke hinter die Kulissen. Ein praktischer Hinweis: Da die Sammlungen in Teilen aufgrund von Sanierungsarbeiten abschnittsweise geschlossen sind, empfiehlt sich vor dem Ticketkauf ein Blick auf die tagesaktuellen Öffnungsinformationen, damit der Besuch genau zu den eigenen Interessen passt.
Aktuelle Ausstellungen und Sammlungs-Highlights: vom Behaim-Globus bis Nürnberg GLOBAL
Das GNM umfasst die europäische Kunst- und Kulturgeschichte vom steinzeitlichen Faustkeil bis in die Moderne. International herausragend ist der Behaim-Globus, der älteste erhaltene Erdglobus der Welt (1492/93) – seit 2023 als UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet. Er erzählt in Miniaturen, Ortsnamen und erläuternden Texten vom Weltbild am Vorabend der großen Entdeckungsreisen und ist im Museum als Schlüsselobjekt inszeniert. Daneben prägen Meisterwerke von der Gotik bis zur Renaissance – etwa Skulpturen aus dem Umkreis von Veit Stoß und Tilman Riemenschneider – sowie Gemälde und Grafiken die Sammlungen; mit rund 350.000 Blättern beherbergt das GNM eine der größten grafikhistorischen Sammlungen Europas. Im historischen Architekturensemble des Kartäuserklosters verbindet sich die Aura mittelalterlicher Baukunst mit moderner Museumsarchitektur, die in den 1950er/60er-Jahren durch Sep Ruf und 1993 mit dem gläsernen Museumsforum erweitert wurde. Im Ausstellungsprogramm 2025/26 setzt die große Schau Nürnberg GLOBAL 1300–1600 Akzente: Sie beleuchtet Nürnbergs Verflechtungen in einer globalen Perspektive und läuft planmäßig vom 25. September 2025 bis 22. März 2026. Flankierend eröffnen stadt- und kulturgeschichtliche Themenformate und künstlerische Interventionen neue Blickwinkel auf bekannte Bestände. Für besonders Technik- und Musikinteressierte ist wissenswert, dass die große Dauerausstellung Musikinstrumente aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich 2030 geschlossen bleibt; die Sammlung zählt dennoch weiterhin zu den bedeutendsten ihrer Art und wird in Veranstaltungen, Publikationen und digitalen Angeboten präsent gehalten. Die Programmpalette des Hauses reicht von konzentrierten Kabinettausstellungen bis zu groß angelegten Schauen, die durch Begleitprogramme, Führungen und Vermittlungsangebote vertieft werden. Wer spezifische Interessen verfolgt – etwa Dürer, die Nürnberger Goldschmiedekunst, wissenschaftliche Instrumente oder Alltagskultur –, findet im Online- und Vor-Ort-Angebot zahlreiche Einstiegspunkte, um die Objekte im kulturhistorischen Kontext zu erschließen. Für den perfekten Überblick empfiehlt es sich, vorab die Seite „Ausstellungen“ zu prüfen; dort sind Laufzeiten, Trailer und Hinweise auf Eröffnungsveranstaltungen gebündelt.
Führungen, Konzerte und Angebote für Kinder und Familien: erleben, hören, mitmachen
Das Vermittlungsprogramm des Germanischen Nationalmuseums verbindet fundierte Inhalte mit lebendigen Formaten. Öffentliche Überblicksführungen und thematische Rundgänge können online gebucht oder an der Kasse erfragt werden. Für Gruppen, Firmen und Vereine lassen sich Termine und Schwerpunkte individuell abstimmen – das hauseigene Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ) ist hierfür erster Ansprechpartner. Schulklassen und Jugendgruppen profitieren von speziell entwickelten Modulen; die Konditionen sind überaus besucherfreundlich. Ein besonderes musikalisches Aushängeschild ist die Konzertreihe Musica Antiqua in Kooperation mit BR-Klassik: international profilierte Ensembles präsentieren Alte Musik auf höchstem Niveau, häufig mit Bezug zur einzigartigen Instrumentensammlung des Hauses. Der Abonnementzyklus 2025/26 umfasst fünf Abendkonzerte zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 und bietet damit eine verlässliche, saisonale Klammer für alle, die historische Aufführungspraxis live erleben möchten. Ergänzt wird das Programm durch Formate wie die GNM Sessions, kurze Mittagsangebote oder Themenabende, die Ausstellungsthemen musikalisch und diskursiv erweitern. Für Familien ist das GNM nicht nur wegen des Familientickets spannend: Der KindercLub lädt Kinder zum Entdecken, Spielen und Rätseln ein; Familientickets „Plus“ kombinieren Eintritt und kleine Extras. Vermittlungsangebote setzen auf Anfassen mit dem Kopf – sprich: anschauliche Erklärungen, dialogische Führungen und altersgerechte Materialien. Gut zu wissen: Für die schnelle Orientierung gibt es einen Mediaguide mit einer kompakten „GNM in einer Stunde“-Tour, die Highlight-Objekte zusammenführt und in mehreren Sprachen verfügbar ist. Auch Fotografie gehört zur Besucherrealität: In den Sammlungen ist Fotografieren ohne Blitz und Stativ für private Zwecke erlaubt; in Sonderausstellungen ist es in der Regel untersagt. Wer professionell oder mit Stativ arbeiten möchte, wendet sich vorab an die Presseabteilung. Zusammen ergibt sich ein Programm, das vom konzentrierten Solo-Besuch über Familienzeit bis zu Kulturabenden mit Musik reicht – ein lebendiges Museum im Takt der Stadt.
Anfahrt und Parken: so erreichen Sie das Museum entspannt
Die Lage spricht für sich: Von Nürnberg Hauptbahnhof sind es etwa 350 Meter zu Fuß bis zur Kartäusergasse 1. ÖPNV-Gäste nutzen je nach Startpunkt die U1 (Haltestelle Lorenzkirche) oder die U2/U3 (Haltestelle Opernhaus); beide Stationen liegen wenige Gehminuten entfernt. Für Reisegruppen ist der Aus- und Einstieg für Busse direkt am Museum möglich; Busparkplätze stehen im Umfeld der Altstadt zur Verfügung. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen: Das Museum verfügt über keine eigenen Parkplätze. Empfehlenswert sind die umliegenden städtischen Parkhäuser, insbesondere das Parkhaus Sterntor an der Frauentormauer (Zufahrt Grasersgasse 25), das am Wochenende wegen seiner Lage und Kapazität oft eine gute Wahl ist. Das Parkhaus bietet durchgängige Öffnungszeiten, gängige Bezahloptionen und klare Tarife; Theaterbesucher kennen es als Partnerhaus des Staatstheaters – für den Museumsbesuch gelten die regulären Parkgebühren. Da die Altstadt Nürnbergs in Teilen verkehrsberuhigt ist und die Parkraumnachfrage an Einkaufstagen steigt, lohnt es sich, die Anreisezeit auf Vormittag oder späteren Nachmittag zu legen. Aus Richtung Flughafen Nürnberg führt die U2 ohne Umstieg bis Opernhaus; von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Wer Mobilitätseinschränkungen berücksichtigt, findet im GNM Rampen und Aufzüge; fast alle Bereiche sind barrierefrei erreichbar, teils mit alternativen Wegführungen. Die Aufsicht unterstützt bei Fragen zur barrierearmen Route. Praktische Tipps: Prüfen Sie vorab die Auslastung der Parkhäuser im städtischen Parkleitsystem, planen Sie Fußwege im Altstadtring ein und halten Sie für die Rückfahrt die nächste U-Bahn-Verbindung bereit. Dank der zentralen Lage lassen sich Cafébesuch, Museumsrunde und Stadtbummel komfortabel kombinieren – das GNM ist ein idealer Start- und Endpunkt für Kultur in der Altstadt.
Bibliothek, Services und Café Arte: recherchieren, verweilen, genießen
Die wissenschaftliche Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums ist öffentlich zugänglich und ergänzt die Ausstellungen als Ort der vertiefenden Recherche. Als Präsenzbibliothek geführt, stehen Kataloge, Monografien und Zeitschriften im Lesesaal zur Nutzung bereit; Ausleihen außer Haus sind nicht vorgesehen. Der Zugang ist in der Regel ab 18 Jahren möglich (ab 16 Jahren mit Einschränkungen). Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30 bis 18:00 Uhr, mittwochs bis 20:00 Uhr. Für Reproduktionen bietet die Bibliothek Auftrags-Scans und Kopien entsprechend der Gebührenordnung an. Wer Bildmaterial zu Sammlungsobjekten benötigt, wendet sich an den Fotoservice des Hauses; Pressefotos und Nutzungsrechte werden zentral koordiniert. Für den entspannten Teil des Besuchs sorgt das Café Arte: Es liegt innenhofseitig im Kleinen Klosterhof und hat während der Museumszeiten geöffnet, mittwochs bis 20:30 Uhr. Bei gutem Wetter bedient das Team im gARTEn des Klosterhofs; das Café ist auch ohne Museumseintritt zugänglich. Von Frühstück über saisonale Küche bis zu Kuchen und Sonntagsbrunch reicht das Angebot, ergänzt um eine kuratierte Auswahl fränkischer Weine. Für Reservierungen steht telefonisch eine eigene Nummer zur Verfügung. Im Museumsshop finden Sie zudem Kataloge, Postkarten und Designartikel; der Shop folgt den Museumsöffnungszeiten und ist mittwochs ebenfalls länger geöffnet. Wer ein Event plant, kann die besonderen Räume des Museums – vom Aufseß-Saal bis zu ausgewählten Bereichen – auch für Firmen- oder Privatevents anfragen; eine gastronomische Betreuung durch das Arte-Team ist möglich. Diese Kombination aus Forschungsinfrastruktur, Service und Aufenthaltsqualität macht das GNM zu mehr als einem Ausstellungsort: Es ist ein urbanes Kulturforum, in dem man recherchiert, entdeckt und verweilt.
Quellen:
- Germanisches Nationalmuseum – Offizielle Website
- GNM – Ihr Besuch (Öffnungszeiten, Tickets, Anfahrt)
- GNM – Geschichte und Architektur (Gründung 1852, Kartäuserkloster, Sep-Ruf-Bauten)
- GNM – Info DE/EN (Eintrittspreise, Hinweise)
- Tourismus Nürnberg – Germanisches Nationalmuseum (Öffnungszeiten, Preise)
- Deutsche UNESCO-Kommission – Behaim-Globus (Weltdokumentenerbe 2023)
- FAU/ GNM – Behaim-Globus Forschungsportal
- GNM – Bibliothek (Benutzung, Präsenzbetrieb)
- GNM – Häufige Fragen (Fotografieren, Parken, Barrierefreiheit)
- Parkhaus Sterntor – Betreiberinformation (Adresse, Tarife)
- Café Arte – Offizielle Website (Gastronomie, Kulturtermine)
- GNM Ticketshop – Musica Antiqua (Abo 2025/26)
- GNM – Ausstellungen (Dauer- und Sonderausstellungen 2025/26)
Bevorstehende Veranstaltungen
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Ilhan Toguz
1. November 2025
Es ist eins der Besten Museen in denen ich schonmal gewesen bin. Es gibt sehr viele Exponate die mich immer aufs neue beeindrucken. Das Museum veranstaltet oft Führungen zu denen man sich online anmelden kann. Im Untergeschoss des Museums gibt es ein wunderschönes Café. Das Museum liegt mitten in der Innenstadt und ist sehr leicht zu erreichen mit den öffentlichen Verkehrsmittel.
Andrea P.
11. Dezember 2025
Ein Muss, wenn man Nürnberg besucht. Wir wurden nicht enttäuscht. Besonders sehenswert: der "älteste" noch vorhandene Globus aus 1492 von Martin Behaim, die erste "Dosenuhr" um 1530 und Werke von Albrecht Dürer.
I. aM.
3. November 2025
Das Germanische Nationalmuseum ist das größte Museum für Kunst und Kultur in Deutschland. Im Museum kann man viele verschiedene Dinge aus der Geschichte sehen – von der Steinzeit bis heute. Die Ausstellung ist sehr vielfältig: Es gibt alte Werkzeuge, Waffen, Kleidung, Musikinstrumente, Gemälde, Skulpturen und sogar moderne Kunst. Man kann dort etwas über das Leben der Menschen in verschiedenen Zeiten lernen.
Jens Schmidt-Tychsen
20. Oktober 2025
Wir waren zum "Tag der Restaurierung" im Museum und haben zwei Führungen mitgemacht: Zur Gemälderestaurierung von mittelalterlichen Altartafeln und zum neuen Tiefendepot. Es ist sehr interessant und spannend, Einblicke in die Arbeit und hinter die Kulissen zu bekommen. Sehr empfehlenswert. Das Museum bzw. die Sammlung haben wir dieses Mal nicht besucht. Aber wir gehen ein- bis zweimal pro Jahr in das Germanische Nationalmuseum und entdecken immer wieder Neues und Spannendes. Immer (!) einen Besuch wert.
D. Kranich
5. November 2025
Sehr interessantes Museum mit einer herausragenden Bilder- und Skulpturensammlung. Besonders die Werke von Lucas Cranach dem Älteren und dem Jüngeren haben mich beeindruckt. Einige Bereiche waren wegen Renovierung gesperrt, aber das, was zu sehen war, war absolut sehenswert und vielseitig. Man kann hier leicht mehrere Stunden verbringen.
