Susi Juvan

Susi Juvan

Quelle: Wikipedia

Susi Juvan – Malerei zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Bildraum

Eine bedeutende deutsche Künstlerin mit klarer Handschrift und starker Präsenz im Kunstbetrieb

Susi Juvan, geboren am 5. Februar 1952 in Ebersbach-Musbach, zählt zu den profilierten deutschen Künstlerinnen der Gegenwart und verbindet in ihrem Werk Beobachtung, Bildaufbau und malerische Verdichtung zu einer unverwechselbaren visuellen Sprache. Ihre Kunst ist nicht auf schnelle Effekte angelegt, sondern auf genaues Sehen, auf das Schichten von Eindrücken und auf eine Bildlogik, die den Betrachter immer wieder neu in den Raum hineinzieht. Sie lebt und arbeitet in Freiburg und Basel und ist seit Jahrzehnten mit Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen und Galerien präsent. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Biografische Wurzeln zwischen Oberschwaben, Karlsruhe und Freiburg

Die künstlerische Entwicklung von Susi Juvan beginnt in Oberschwaben und führt früh in internationale und akademische Kontexte. Von 1968 bis 1972 studierte sie am Pasadena City College in Los Angeles County Zeichnen, Malerei und Design, bevor sie ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg, 1978 als Meisterschülerin von Peter Dreher abschloss. Diese Stationen markieren bereits das Fundament ihres späteren Werks: präzise Beobachtung, malerische Disziplin und ein sensibler Umgang mit Fläche, Licht und Bildstruktur. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Ihre Laufbahn ist eng mit Südwestdeutschland verbunden, zugleich aber nie provinziell geblieben. Früh zeigt sich eine Malerin, die sich mit den Möglichkeiten des Bildes beschäftigt, ohne sich auf ein einzelnes Motiv oder ein starres Schema festlegen zu lassen. Die offizielle Dokumentation ihrer Laufbahn verweist seit 1975 auf Ausstellungen in Kunstvereinen, Galerien und Museen in Deutschland und im Ausland – ein Hinweis auf eine kontinuierlich entwickelte, eigenständige Position im Kunstfeld. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/Susi-Juvan/cv/))

Der künstlerische Durchbruch: Ausstellungen, Preise und Anerkennung

Die Anerkennung für Susi Juvan wuchs über die Jahre durch Ausstellungen und Auszeichnungen. Bereits 1979 erhielt sie den Oberschwäbischen Kunstpreis, 1982 den Reinhold-Schneider-Preis als Förderpreis, später folgten weitere wichtige Würdigungen, darunter der Reinhold-Schneider-Preis 2016. Solche Preise sind nicht bloß biografische Daten, sondern markieren die Resonanz einer Arbeit, die im Kunstbetrieb als ernsthaft, konsequent und in ihrer Bildsprache außergewöhnlich wahrgenommen wurde. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Zu den wichtigen Stationen ihrer Ausstellungsgeschichte zählen Präsentationen im Zeppelin Museum Friedrichshafen, im Kunstverein Freiburg, im Kunstverein Pforzheim, in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt und im Morat-Institut Freiburg. Spätestens die Retrospektive im Morat-Institut und die spätere Präsentation im Museum für Neue Kunst Freiburg unterstreichen, dass Susi Juvan nicht nur als regionale Malerin gelesen wird, sondern als Künstlerin mit musealer Relevanz. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Malerei als Methode: Vom Gegenstand zur Struktur

Juvans Malerei arbeitet mit Vorbildern, gefundenen Motiven und Sammlungsbildern, ohne in bloße Abbildung zu kippen. Ein offizieller Museumsbeitrag beschreibt, dass sie mit privaten Schnappschüssen, Zeitungsfotos oder klassizistischen Porträtmalereien arbeitet; wichtig ist dabei nicht die reine Referenz, sondern die Umformung im Malprozess. So entstehen Bilder, in denen das Motiv zum Auslöser für Komposition, Rhythmus und Farbentscheidungen wird. ([freiburg.de](https://www.freiburg.de/pb/2406890.html?utm_source=openai))

Auch die Technik zeigt ihre künstlerische Entwicklung deutlich. Anfangs malte Juvan großformatige Arbeiten in Eitempera, später wechselte sie zu einer Mischtechnik aus Öl- und Acrylfarbe und arbeitet in jüngerer Zeit bevorzugt mit Acryl. Diese Materialgeschichte erklärt die besondere Offenheit ihrer Oberflächen: transparente Schichten, verdichtete Partien, gestische Setzungen und ein Bildaufbau, der zwischen Kontrolle und Offenheit oszilliert. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Bildraum, Wahrnehmung und die Poetik des Sehens

Ein zentraler Schlüssel zu Susi Juvans Werk liegt in der Art, wie sie Raum organisiert. In ihren Texten und Werkbeschreibungen wird deutlich, dass sie nicht in klassischer Zentralperspektive denkt, sondern mehrere Blickrichtungen, Ebenen und Wahrnehmungsmomente miteinander verschränkt. Gerade in den Serien um »Showcase« und in den Werkkommentaren zu »P·A·R·I·S·« zeigt sich eine Malerei, die die flüchtige Wahrnehmung, das Erinnern und das Überlagern von Sichtweisen zum eigentlichen Thema macht. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/texts/showcase-views-of-fluid-space?utm_source=openai))

Die Texte der Künstlerin und ihrer Gesprächspartner betonen wiederholt, dass es nicht um das einzelne Objekt geht, sondern um das Sehen selbst. Horizonte, Schichtungen, Glasflächen, Spiegelungen und verdeckte Partien erzeugen eine Bildlogik, in der der Blick nicht zur Ruhe kommt. Diese Konzentration auf Wahrnehmung verleiht ihrem Werk eine analytische Tiefe, die über die reine Motivmalerei hinausgeht und an die großen Fragen der modernen Malerei anschließt. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/texts/showcase-views-of-fluid-space?utm_source=openai))

Wichtige Werkphasen und Ausstellungsschwerpunkte

Die Werkübersichten auf ihrer offiziellen Website zeigen eine lange Entwicklungslinie von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart. Genannt werden Serien und Werkgruppen wie »Leben im Sessel«, »P·A·R·I·S·«, »Showcase«, »Berlin-Tryptichon«, »Versailles I-IV« und »Flick-Flack I-V«. Schon diese Titel machen deutlich, dass Juvan ihre Bildwelten gern in mehrteiligen, seriellen Formaten organisiert, in denen Variation, Wiederholung und Veränderung eine zentrale Rolle spielen. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/))

Besonders stark wird das in Ausstellungen sichtbar, die ihre Entwicklung im Zeitverlauf zeigen. Die Auswahl der Ausstellungen reicht von frühen Präsentationen wie »Selbstgespräche« 1978 und »Vier Frauen« 1980 über »Susi Juvan – Arbeiten auf Papier« 1993 bis zur Präsentation »Susi Juvan – Malerei« 2010 und zur Schau »Freundschaftsspiel Sammlung Grässlin : Museum für Neue Kunst« 2019. Diese Kontinuität belegt eine Karriere, die nicht auf kurzfristige Trends reagiert, sondern auf malerische Konsequenz setzt. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/Susi-Juvan/exhibitions/))

Aktuelle Präsenz und neue Sichtbarkeit im Jahr 2025

Auch aktuell bleibt Susi Juvan im öffentlichen Kunstkontext sichtbar. Das Museum für Neue Kunst Freiburg zeigte ab dem 13. Mai 2025 acht Gemälde aus dem eigenen Bestand in einem Raum der ständigen Sammlung; die Präsentation läuft bis März 2026. Zusätzlich verweist die städtische Museumsseite darauf, dass diese Auswahl in den größeren Zusammenhang der Sammlungspraxis und der Sichtbarkeit von Künstlerinnen gestellt wird. ([freiburg.de](https://www.freiburg.de/pb/2406890.html?utm_source=openai))

Begleitend dazu fanden 2025 Führungen und Programmpunkte rund um ihre Arbeiten statt, unter anderem im Museum für Neue Kunst. Dort wurden Werke aus den Jahren 1997 bis 2019 hervorgehoben, darunter »Das Eine und das Andere« und die fünfteilige Serie »Kid«. Das zeigt: Juvans Kunst ist nicht archiviert, sondern bleibt Teil einer lebendigen Museumskommunikation und einer aktuellen kunsthistorischen Debatte. ([visit.freiburg.de](https://visit.freiburg.de/fuehrung-susi-juvan?utm_source=openai))

Kultureller Einfluss und kunsthistorische Einordnung

Susi Juvan gehört zu jener Generation von Künstlerinnen, die die Malerei als offenen Denkraum behaupten. Ihr Werk verbindet Gegenständlichkeit, Erinnerung und formale Strenge und lässt sich zugleich in den Kontext der südwestdeutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst einordnen. Dass sie im Kontext des Museum für Neue Kunst Freiburg, des Morat-Instituts und der Freiburger Kunstöffentlichkeit immer wieder präsent ist, spricht für eine gewachsene Autorität innerhalb der regionalen und überregionalen Kunstszene. ([freiburg.de](https://www.freiburg.de/pb/2406890.html?utm_source=openai))

Hinzu kommt eine klare Ausstellungskultur, die ihre Malerei nicht als isoliertes Einzelwerk, sondern als zusammenhängendes Œuvre liest. Preise, Stipendien, Auslandsaufenthalte in Paris, Rom und Kapstadt sowie die Mitgliedschaft im Künstlerbund Baden-Württemberg zeichnen das Bild einer Künstlerin, deren Arbeit durch Stationen, Austausch und Kontinuität geprägt ist. So entsteht ein Gesamtprofil, das für Sammler, Museen und kunstinteressierte Besucher gleichermaßen relevant bleibt. ([susi-juvan.de](https://susi-juvan.de/Susi-Juvan/cv/))

Fazit: Eine Malerin, die den Blick schärft und den Bildraum öffnet

Susi Juvan ist spannend, weil ihre Kunst auf leisen, aber intensiven Mitteln beruht: auf Schichtung statt Lautstärke, auf Wahrnehmung statt Pose, auf malerischer Präzision statt bloßem Effekt. Ihre Karriere zeigt die Konsequenz einer Künstlerin, die über Jahrzehnte einen unverwechselbaren Stil entwickelt hat und damit in der zeitgenössischen Malerei einen festen Platz behauptet. Wer ihre Werke live sieht, erlebt nicht nur Bilder, sondern eine Schule des Sehens. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susi_Juvan))

Ein Besuch der Ausstellungen lohnt sich besonders, weil Juvans Malerei im Raum ihre volle Wirkung entfaltet: Farbe, Oberfläche, Schichtung und Bildtiefe entfalten vor Ort eine Präsenz, die jede Reproduktion nur andeuten kann. Genau darin liegt die Stärke dieser Künstlerin – und der Grund, warum ihre Arbeiten weiter Aufmerksamkeit verdienen. ([freiburg.de](https://www.freiburg.de/pb/2406890.html?utm_source=openai))

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