Susanne Siegert

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia
Susanne Siegert: Die Stimme einer neuen Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter
Eine Journalistin, die Geschichte auf die Gegenwart zuschneidet
Susanne Siegert gehört zu jener Generation von Autorinnen und digitalen Vermittlerinnen, die Erinnerungskultur nicht als Ritual, sondern als lebendige öffentliche Aufgabe verstehen. Geboren 1992, arbeitete sie nach Stationen im Online-Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit unter anderem als Referentin bei den Arolsen Archives, bevor sie sich seit 2022 verstärkt der digitalen Geschichtsvermittlung widmet. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Aufklärungsarbeit zu Holocaust Education, NS-Verbrechen und historisch-politischer Bildung auf Social Media. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Siegert?utm_source=openai))
Biografische Entwicklung: Vom Rechercheblick zur öffentlichen Vermittlungsarbeit
Der Kern von Siegerts Arbeit liegt in der Verbindung von journalistischer Recherche, didaktischer Klarheit und sozialer Verantwortung. Sie informiert über die Geschichte des Nationalsozialismus nicht abstrakt, sondern anhand konkreter Biografien, Quellen und lokaler Bezüge, die das historische Geschehen für ein breites Publikum nachvollziehbar machen. In Interviews und Porträts beschreibt sie, dass sie mit ihrer Arbeit besonders junge Menschen erreichen und für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit sensibilisieren will. ([annefrank.de](https://www.annefrank.de/bildungsarbeit/projekte/erinnern-vor-ort/susanne-siegert?utm_source=openai))
Ihre Bekanntheit wuchs vor allem mit dem Account @keine.erinnerungskultur auf Instagram und TikTok, über den sie Inhalte zu Holocaust, Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur veröffentlicht. Mehrere Medien und Institutionen heben hervor, dass ihr Kanal inzwischen eine große Reichweite erzielt und sie damit zu einer der sichtbaren Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland geworden ist. Diese öffentliche Präsenz machte sie auch für Presse, Bildungsinitiativen und Museen zu einer gefragten Gesprächspartnerin. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Siegert?utm_source=openai))
Karriere und Durchbruch: Digitale Geschichtsvermittlung mit Reichweite
Der eigentliche Durchbruch kam nicht über klassische Medienkarrieren, sondern über den Aufbau einer digitalen Marke mit klarer inhaltlicher Linie. Siegert nutzt Kurzvideo-Formate, um Mythen zu korrigieren, Quellen einzuordnen und verdrängte Geschichten sichtbar zu machen; dabei betont sie in Gesprächen immer wieder die Verantwortung, historische Inhalte präzise und pietätvoll zu behandeln. Die Kombination aus wissenschaftsnaher Recherche und verständlicher Sprache ist der Grund, weshalb ihre Beiträge nicht nur Reichweite, sondern auch Vertrauen erzeugen. ([web.de](https://web.de/magazine/wissen/geschichte/scrollen-erinnern-susanne-siegert-spricht-ns-verbrechen-tiktok-41083412?utm_source=openai))
Auch die Fachöffentlichkeit reagierte auf diese Form der Vermittlung: Das Grimme-Institut nennt ihren TikTok-Kanal als Teil einer neuen, relevanten Online-Öffentlichkeit, in der Erinnerungskultur auf die Logik der Plattformen trifft. Zugleich verweisen Institutionen wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und die Bundeszentrale für politische Bildung darauf, dass ihre Formate Teil einer breiteren Debatte über digitale Bildung und historische Verantwortung sind. Siegerts Profil steht damit exemplarisch für eine neue Art von Journalismus zwischen Social Media, Bildungsarbeit und öffentlicher Geschichte. ([grimme-institut.de](https://www.grimme-institut.de/fileadmin/Grimme_Nutzer_Dateien/Online_Award/Dokumente/2024/GOA-Publikation_2024_2024-10-16.pdf?utm_source=openai))
Aktuelle Projekte und Publikationen
Zu ihren jüngeren Projekten zählt die fortgesetzte Arbeit an der digitalen Vermittlung von Holocaust-Geschichte sowie die Veröffentlichung ihres Buchs „Gedenken neu denken“, das sich mit einem persönlicheren, reflektierten Umgang mit Erinnerung beschäftigt. Die Autorin verbindet darin ihre praktischen Erfahrungen aus den sozialen Medien mit einer weiter gefassten kulturpolitischen Perspektive auf Gedenkkultur. Presseberichte 2024 und 2025 zeigen, dass sie damit eine Debatte aufgreift, die in Schulen, Gedenkstätten und Redaktionen gleichermaßen geführt wird. ([piper.de](https://www.piper.de/autoren/susanne-siegert-7903?utm_source=openai))
In aktuellen Interviews spricht sie außerdem über die Grenzen und Möglichkeiten von Plattformen wie TikTok und Instagram, über Quellenkritik und über die Frage, wie junge Zielgruppen überhaupt noch erreicht werden können. Gerade diese Verbindung aus Gegenwartsnähe und historischer Genauigkeit hat ihre Arbeit in den vergangenen Jahren besonders relevant gemacht. Die Resonanz reicht von regionalen Bildungsformaten bis zu bundesweiten Mediengesprächen und Fachveranstaltungen. ([unicross.uni-freiburg.de](https://www.unicross.uni-freiburg.de/der-holocaust-im-tiktok-zeitalt/?utm_source=openai))
Inhaltliche Handschrift: Historische Präzision statt bloßer Zuspitzung
Siegerts Stil ist präzise, niedrigschwellig und zugleich klar positioniert. Sie arbeitet mit historischen Originalquellen, mit Kontextualisierung und mit einer Sprache, die komplexe Zusammenhänge nicht verkürzt, sondern verständlich ordnet. Dadurch entsteht eine Form der Geschichtsvermittlung, die weder belehrend noch distanziert wirkt, sondern unmittelbar, verantwortungsvoll und anschlussfähig für ein junges Publikum. ([web.de](https://web.de/magazine/wissen/geschichte/scrollen-erinnern-susanne-siegert-spricht-ns-verbrechen-tiktok-41083412?utm_source=openai))
Besonders wichtig ist dabei ihr Umgang mit den sozialen Medien als Ort historischer Bildung. Statt reine Aufmerksamkeit zu suchen, setzt sie auf nachvollziehbare Recherchewege, auf Korrektur von Halbwissen und auf eine klare Trennung zwischen Emotion und historischer Belegbarkeit. Diese Haltung unterscheidet ihre Arbeit von oberflächlicher Content-Produktion und verleiht ihr eine hohe Glaubwürdigkeit in der öffentlichen Debatte. ([unicross.uni-freiburg.de](https://www.unicross.uni-freiburg.de/der-holocaust-im-tiktok-zeitalt/?utm_source=openai))
Kultureller Einfluss und öffentliche Wahrnehmung
Susanne Siegert hat dazu beigetragen, Erinnerungskultur aus dem institutionellen Rahmen heraus in den Alltag digitaler Öffentlichkeit zu tragen. Medienberichte heben hervor, dass sie Themen wie Holocaust-Mythen, Familienrecherche und Tätergeschichte so vermittelt, dass sie in Kommentarspalten, Klassenzimmern und Familiengesprächen weiterwirken. Gerade darin liegt ihre kulturelle Bedeutung: Sie macht Geschichte nicht kleiner, sondern näher. ([web.de](https://web.de/magazine/wissen/geschichte/scrollen-erinnern-susanne-siegert-spricht-ns-verbrechen-tiktok-41083412?utm_source=openai))
Auch die Reichweite ihres Accounts unterstreicht diesen Einfluss. Verschiedene Quellen nennen mehr als 160.000, 190.000 oder über 300.000 Follower, was vor allem zeigt, dass ihre Inhalte eine große und wachsende Öffentlichkeit erreichen; die genaue Zahl variiert je nach Erhebungszeitpunkt und Plattformangabe. Entscheidend bleibt weniger die bloße Zahl als die Tatsache, dass historische Bildung im Kurzvideoformat hier tatsächlich Resonanz erzeugt. ([politikorange.de](https://politikorange.de/startseite/2025/05/zwischen-social-media-und-realitaet-wie-wir-heute-erinnern/?utm_source=openai))
Fazit: Warum Susanne Siegert so spannend bleibt
Susanne Siegert ist spannend, weil sie ein hochkomplexes Thema mit journalistischer Klarheit, digitalem Gespür und spürbarer Haltung vermittelt. Sie zeigt, dass Erinnerungskultur nicht statisch ist, sondern sich in neuen Medien, neuen Erzählformen und neuen Publika ständig weiterentwickelt. Wer verstehen will, wie historische Bildung im 21. Jahrhundert funktioniert, findet in ihrer Arbeit ein prägnantes und wichtiges Beispiel. ([bpb.de](https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/549668/geschichte-n-im-kurzformat-wissensvermittlung-auf-tiktok/?utm_source=openai))
Gerade deshalb lohnt es sich, ihre Arbeit weiter zu verfolgen und bei öffentlichen Lesungen, Gesprächen oder digitalen Formaten direkt zu erleben. Susanne Siegert steht für eine Erinnerungskultur, die nicht nur bewahrt, sondern aktiv vermittelt, widerspricht und einordnet. Genau darin liegt ihre besondere Autorität und ihre anhaltende Relevanz. ([gedenkstaetten-hamburg.de](https://www.gedenkstaetten-hamburg.de/de/aktuelles/news/gedenken-neu-denken-bericht-ueber-lesung-und-gespraech-mit-susanne-siegert?utm_source=openai))
Offizielle Kanäle von Susanne Siegert:
- Instagram: https://www.instagram.com/keine.erinnerungskultur/
- TikTok: https://www.tiktok.com/@keine.erinnerungskultur
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Spotify: kein offizielles Profil gefunden
Quellen:
- Wikipedia – Susanne Siegert
- Piper – Susanne Siegert
- FAZ – Influencerin Susanne Siegert über Gedenkarbeit zum Holocaust
- BRIGITTE – Susanne Siegert im Gespräch über Erinnerungskultur
- GEO – Wie Susanne Siegert über den Holocaust auf TikTok aufklärt
- bpb – Geschichte(n) im Kurzformat
- Grimme-Institut – Grimme Online Award Publikation 2024
- Anne Frank Zentrum – Susanne Siegert
- Gedenkstätten Hamburg – Gedenken neu denken
- Hannoversche Allgemeine – keine.erinnerungskultur
